Kultur

Anna Netrebko bei den Salzburger Festspielen gefeiert

Die Salzburger Festspiele haben am Sonnabend einen gesellschaftlichen und künstlerischen Höhepunkt erlebt. Mit tosendem Beifall und Bravorufen quittierte das Publikum im ausverkauften Großen Festspielhaus den Auftritt der russischen Diva Anna Netrebko in einer Wiederaufnahme von Giuseppe Verdis „Il Trovatore“ („Der Troubadour“).

Nicht dabei war Placido Domingo, der vergangenes Jahr die Rolle des Grafen Luna gesungen hatte. Der mexikanische Tenor hatte im Frühjahr bekannt gegeben, dass er die Rolle aus seinem Repertoire nehmen wolle. Alle diesbezüglichen Auftritte sagte er ab. Anstelle von Domingo sang bei der Wiederaufnahme von „Il Trovatore“ der polnische Bariton Artur Rucinski die Rolle des Luna. Als Troubadour Manrico begeisterte der italienische Tenor Francesco Meli, auch er ein gefeierter Star seines Fachs. Die Wiener Philharmoniker und die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor standen unter Leitung von Gianandrea Noseda. Die Inszenierung des lettischen Regisseurs Alvis Hermanis stammt aus dem vergangenen Jahr und beeindruckt vor allem durch das gleichfalls von Hermanis gestaltete, opulente Bühnenbild. Es zeigt die Schauräume eines Museums für Alte Meister. Netrebko agiert darin als Museumswärterin, die sich in das Gemälde eines Troubadours verliebt. In ihren Träumen werden die Gestalten der Bilder lebendig.