Auslandssender

Deutsche Welle – Mitarbeiter demonstrieren gegen Sparpläne

Rund 600 Beschäftige der Deutschen Welle (DW) haben am Montag gegen die Umbaupläne bei dem Auslandssender protestiert. Sie forderten den Erhalt der Sprach- und Programmvielfalt des Senders.

Foto: action press/Kietzmann,Björn

Rund 600 Beschäftige der Deutschen Welle (DW) haben am Montag gegen die Umbaupläne bei dem Auslandssender protestiert. Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht abschalten“ forderten sie bei einer Demonstration an der Friedrichstraße in Berlin den Erhalt der Sprach- und Programmvielfalt des Senders. „Die Gewerkschaften und Beschäftigten werden es nicht zulassen, dass die Welle in ihrer Vielfalt und Reichweite zum Opfer einer fixen Idee von einem rein englischsprachigen Elitesender wird“, sagte Wolfgang Uellenberg-van Dawen von Verdi, der die Gewerkschaften im DW-Rundfunkrat vertritt.

DW-Intendant Peter Limbourg hatte Mitte November Sparmaßnahmen für den Fall angekündigt, dass der Etat des Senders vom kommenden Jahr an nicht deutlich erhöht werde. Allein für den geplanten englischsprachigen TV-Nachrichtensender DW News entstünden zusätzliche Kosten in Höhe von 7,7 Millionen Euro, sagte Limbourg. Ohne eine Budgetaufstockung durch den Bund müssten das deutsche, das spanische sowie das arabische Programm eingestellt werden.

Auch der Deutsche Kulturrat äußerte sich besorgt über einen möglichen Wegfall des deutschen Programms. „Deutsch ist und bleibt die Hauptsprache der Deutschen Welle“, erklärte der Spitzenverband der Bundeskulturverbände am Montag. Präsident Christian Höppner sagte: „Die Deutsche Welle ohne deutsches Programm ist ebenso undenkbar wie die BBC ohne englisches Programm.“