Vortrag

Die gesamte jüdische Bibel in einer Stunde

Rund um den Globus begeistert David Solomon mit seinen Vorträgen über Geschichte und Wesen des Judentums. Auch bei den Jüdischen Kulturtagen tritt der Gelehrte aus Sidney wieder in Aktion.

Foto: Marjoree Solomon

In der Kürze liegt die Würze. Ob David Solomon dieses deutsche Sprichwort kennt, wissen wir nicht. Aber er hält sich daran. Ein Stunde muss reichen, Punkt! Dass dabei Tiefgang und Unterhaltungswert keinen Gegensatz bilden, demonstriert der Gelehrte aus Sidney bei seinen Vorträgen rund um den Globus und hinterlässt dabei jeweils ein begeistertes Publikum.

Vor zwei Jahren durfte man Solomon schon bei den Jüdischen Kulturtagen unter dem Motto „Judentum bedeutet lernen“ erleben. Vor der Heinrich-Böll-Stiftung warteten damals rund 600 Menschen auf Einlass, nur 350 passten schließlich hinein. Auch diesmal tritt Solomon, der akademische Abschlüsse in Anthropologie, englischer Literatur, Judaistik und Medienwissenschaft besitzt, mit zwei Vorträgen seiner „One Hour Serie“ in Aktion.

Am 8. September erzählt er in der Neuköllner Werkstatt der Kulturen, „Wie die moderne jüdische Welt entstand“. Im Zeitraffer, aber trotzdem ausführlich schildert Solomon die vergangenen 500 Jahre jüdischer Geschichte, erklärt dabei alle großen Bewegungen und Strömungen des zeitgenössischen Judentums.

„Die gesamte jüdische Bibel in einer Stunde“ erklärt er dann am 9. September in der Heinrich-Böll-Stiftung. In diesem Vortrag bietet David Solomon einen Überblick über den gesamten Tanach (Thora, Nevi’im, Schriften). Jedes Buch wird mit seinen Hauptthemen im historischen Kontext dargestellt. Ein Schwerpunkt ist der Übergang von den Legenden des alten Israel zur objektiven Realität der jüdischen Geschichte.

Die Vorträge werden jeweils auf Englisch gehalten, es gibt eine deutsche Simultanübersetzung. Kuratiert und moderiert wird die Veranstaltung von Sophie Mahlo.