Künstler

Ai Weiwei findet deutsches 4:0 gegen Portugal „zu leicht“

Der chinesische Künstler Ai Weiwei ist ein großer Fan der deutschen Fußball-Mannschaft bei der WM 2014. Sie habe gute Chancen, den Titel zu holen. Zudem will Ai Weiwei noch immer nach Berlin reisen.

Foto: Stephan Scheuer / dpa

Der chinesische Künstler Ai Weiwei hofft, dass ihm doch noch die Ausreise zu seiner großen Ausstellung in Berlin erlaubt wird. Seinen Pass hat er bislang aber nicht zurückbekommen. Die chinesischen Behörden verweigern ihm seit seiner Inhaftierung 2011 jede Reisemöglichkeit.

Sein Fall könnte im Zusammenhang mit dem Besuch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Anfang Juli in Peking noch eine Rolle spielen, da sich die Bundesregierung immer für eine Ausreise des Künstlers eingesetzt hatte. „Evidence“, die bislang größte Werkschau von Ai Weiwei, läuft noch bis 13. Juli im Berliner Martin-Gropius-Bau.

Ai Weiwei enthüllte, ein großer Fan des deutschen Teams zu sein. Allerdings fand er den 4:0-Sieg der Deutschen gegen Portugal „zu leicht“. Die deutsche Mannschaft habe aber gute Chancen, Weltmeister zu werden, sagte Ai Weiwei.

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Das Spiel hatte der regimekritische Künstler auf Einladung des deutschen Botschafters Michael Clauss in der Nacht zum Dienstag im Garten der Deutschen Botschaft in Peking verfolgt.

„Ich hoffe, Deutschland kann die Weltmeisterschaft gewinnen, aber es war kein gutes Spiel, weil Deutschland zu leicht gewonnen hat“, sagte Ai Weiwei. „Ich hätte es lieber gesehen, wenn die Deutschen gesiegt hätten, indem sie große Schwierigkeiten überwinden mussten.“