Drehort Berlin

Nicht nur George Clooney schätzt Hipster-Metropole Berlin

Berlin war schon immer als Drehort für internationale Filmproduktionen beliebt. Derzeit dreht George Clooney hier „The Monuments Men“. Welche Filme noch in der Hauptstadt entstanden sind.

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Wäre da nicht der zähe graue Winter, dann könnte man beim Bummel durch die Straßen von Berlin derzeit fast glauben, man wäre wie durch ein Wunder in Hollywood gelandet.

War das nicht eben Matt Damon, der dort ins „Grill Royal“ gehuscht ist? Und ist nicht gerade Cate Blanchett mit ihrem Sohn auf dem Schlitten an uns vorbei gesaust? Seit George Clooney in Berlin seinen Film „The Monuments Men“ dreht, scheinen jeden Tag und an allen Ecken der Stadt neue Set-Standorte aufzutauchen: Nikolaiviertel, „Paris Bar“, Unter den Linden – der Frauenschwarm und seine Crew sind einfach überall.

Doch nicht erst George Clooney hat die Vorzüge der deutschen Hauptstadt als Kulisse für sich entdeckt. Deutsche und internationale Filmemacher wissen die besondere Mischung zwischen geschichtsträchtiger Vergangenheit und moderner Hipster-Metropole zu schätzen.

Natürlich, „Der Himmel über Berlin“

Wolfgang Staudte drehte 1946 vor den Trümmern des Anhalter Bahnhofes mit „Die Mörder sind unter uns“ den ersten deutschen Spielfilm der Nachkriegsgeschichte mit Hildegard Knef in der Hauptrolle. Die Rummelsburger Bucht diente 1973 als Drehort für den Defa-Film „Die Legende von Paul und Paula“ und Wim Wenders setzte 1982 den Engel Damiel, gespielt von Bruno Ganz, in „Der Himmel über Berlin“ auf die Schultern der Viktoria auf der Siegessäule.

Schauplätze des neuen deutschen Films können an der Kopenhagener Straße in Prenzlauer Berg („Der rote Kakadu“, „Sommer vorm Balkon“), auf der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain („Good Bye, Lenin“) und im Kreuzberger Prinzenbad („Herr Lehmann“) besichtigt werden.

Auch James Bond war schon in Berlin unterwegs

Als Roger Moore alias James Bond 1983 in „Octopussy“ wieder einmal im Auftrag Ihrer Majestät unterwegs war, führten ihn seine Ermittlungen auch nach Berlin. Gedreht wurde damals unter anderem am Checkpoint Charlie.

Matt Damon jagte 2004 in „Die Bourne Verschwörung“ durch Berlin, wobei der Tiergartentunnel und der Alexanderplatz später auch noch für Szenen, die eigentlich in Moskau spielten, herhalten mussten. Clive Owen traf sich 2009 in „The International“ als Interpol-Agent mit einem Informanten vor dem Hauptbahnhof.

Mehr als 100 Filme werden nach Angaben des Fernsehsenders n-tv, zumindest szenenweise, jedes Jahr in Berlin gedreht. Wenn das auchin den nächsten Jahren so bleibt, dürfen sich die Hauptstädter auch in Zukunft über reichlich Prominenz in der Nachbarschaft freuen.

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