Rolling Stones

An Rente denken Mick Jagger und Keith Richards noch nicht

Die Rolling Stones feiern ihr 50-jähriges Bandjubiläum. Die Fans hoffen auf eine letzte große Tour, Keith Richards nährt die Gerüchte.

Sie haben über fünf Jahrzehnte Musikgeschichte geschrieben und ein Ende ist nicht in Sicht: die Rolling Stones. Von der Ursprungsbesetzung von 1962 sind Frontmann Mick Jagger und Gitarrist Keith Richards noch dabei. Zu ihrer Kariere gehörten neben der Musik auch Drogenexzesse, der mysteriöse Tod ihres Gründers Brian Jones 1969, schöne Frauen wie Marianne Faithfull und Jerry Hall, Keith Richards' Sturz von einer Palme oder eine Steuerflucht nach Frankreich. Ein großes Stück Musikgeschichte, das im Londoner Marquee Club seinen Anfang nahm.

Legendär ist die vermeintliche Feindschaft zwischen den Rolling Stones und den Beatles: Fans beider Bands trafen sich damals in den Schulpausen, um sich zu prügeln.

Die erste Deutschland-Tournee der Stones startete 1965 im beschaulichen Münster. Presse und Polizei fürchteten damals die „Ausgeburt der Sittenlosigkeit“. Diese blieb aus. Rund 10.000 schick zurechtgemachte Fans strömten damals in die Halle Münsterland.

Spekulationen über neue Tournee

Gitarrist Keith Richards schürte indessen Spekulationen über eine neue Tournee oder wenigstens ein Jubiläumskonzert. Die Band sei in jüngster Zeit zum ersten Mal seit fünf Jahren „für eine Reihe von Proben“ im Übungsraum zusammengekommen, sagte Richards der britischen BBC. „Wir arbeiten an ein paar Sachen. Wir spielen mit der Idee und wir hatten ein paar Proben“, sagte er. „Ich denke, bald wird es definitiv passieren. Aber wann? Das kann ich noch nicht sagen.“ Wenn die Band zusammensei, fühle sich das „so gut“ an, so Richards

Das Musikmagazin „Rolling Stone“ hatte vergangenen Monat berichtet, dass die Rolling Stones zur Feier ihres 50-jährigen Bühnenjubiläums über mindestens ein Live-Konzert noch in diesem Jahr nachdächten.

Leadsänger Mick Jagger hatte jüngst per Twitter dementiert, die Stones wollten anlässlich der in zwei Wochen beginnenden Olympischen Spiele in London auftreten. Die Stones wiesen auch Berichte zurück, wonach sie beim Glastonbury-Festival im kommenden Jahr ihr allerletztes Live-Konzert geben wollen. In einer Erklärung der Rockband hieß es, die Veranstaltung sei „nicht Teil unserer Planung“.