Gegen den Quotentod

Gottschalk kämpft im neuen Studio

Seinen Studiogästen schien das überarbeitete Design und auch Moderator Thomas Gottschlak zu gefallen. Zum ersten Mal präsentierte der Entertainer sein neues Studio. Die Wohnzimmer-Atmosphäre ist weg.

Foto: dpa / dpa/DPA

Mit einem neuen Konzept kämpft Entertainer Thomas Gottschalk gegen den drohenden Niedergang seiner ARD-Vorabendshow in den Zuschauerquoten. Der 61-Jährige präsentierte „Gottschalk Live“ am Montag erstmals in einem fertig umgebauten Aufnahmeraum: Das gemütliche Wohnzimmer-Flair ist verschwunden, jetzt dominiert funktionales Fernsehstudio-Design ohne viel Tamtam.

Gottschalk zeigte sich gut in Form und brachte die Zuschauer schon beim Warm-Up auf seine Seite. Manche sähen seine Sendung ja im Moment in einer ähnlichen Lage wie die Märkte der insolventen Schlecker-Drogeriekette, bemerkte er – so nach dem Motto „Gibt's die überhaupt noch?“ Aber: „Noch geht's uns sehr gut“, betonte Gottschalk.

Kurzweilige Plauderei

Studiogäste waren diesmal der Linke-Politiker Gregor Gysi sowie der Sänger und Echo-Preisträger Tim Bendzko („Nur noch kurz die Welt retten“). Mit ihnen plauderte Gottschalk in gewohnt lässiger Manier und zeigte sich bei seinen Fragen zudem gut vorbereitet. Bei den rund 100 Studio-Gästen kam die kurzweilige Plauderei gut an.

Nach seinem Ausstieg bei der ZDF-Unterhaltungsshow „Wetten, dass..?“ ist Gottschalk seit dem 23. Januar viermal wöchentlich live auf Sendung in der ARD. Über die Fünf-Prozent-Marke kommt der selbst ernannte „Titan“ des deutschen Fernsehens momentan nicht hinaus. Gibt es bei den Zuschauerzahlen in den nächsten Wochen keinen deutlichen Aufwärtstrend, droht „Gottschalk Live“ die Absetzung.