Nervende Reklame

Kritik an Gottschalk – ARD ändert Werbung

Mit seiner neuen Sendung "Gottschalk live" kam Thomas Gottschalk gleich bei der Erstausgabe auf ordentliche Zuschauerzahlen - und musste Kritik einstecken, in erster Linie für die Platzierung der Werbeblöcke. Das soll nun kurzfristig geändert werden.

Mit Gottschalk im Wohnzimmer: 35 Jahre haben Sie mich in ihr Wohnzimmer gelassen, und nun lasse ich Sie in mein Wohnzimmer“ – Thomas Gottschalk , vormals Beherrscher der großen Samstagabendshow im deutschen Fernsehen, begrüßte das Publikum zur ersten Ausgabe seiner neue Sendung „Gottschalk live“ . Die Quote war ordentlich (4,34 Millionen Zuschauer) – aber auch die Kritik nach der Sendung. Die entzündete sich vor allem an den Werbeblöcken.

Die nämlich zerhacken die Sendung, so dass es nicht recht lebendig werden kann. Dabei soll die Vorabendshow eben genau das sein: belebt. Während der Sendung können Zuschauer über soziale Medien wie Facebook und Co. Fragen stellen. Und nach der Sendung nimmt sich Gottschalk noch einmal eine halbe Stunde Zeit, um im Netz – schriftlich – Rede und Antwort zu stehen. „Aller Anfang ist schwer“ schrieb er im Chat auf die Frage eines Internetnutzers, wie er selbst die Sendung gefunden habe.

Nach der Premiere – erst plauderte Gottschalk, dann kam Bully Herbig – ändert die ARD nun das Werbekonzept. In der Erstausgabe hatte man es so gehalten, dass gut die erste Hälfte der Sendung werbefrei blieb. Während des Gesprächs mit Herbig kam ein erster Block, dann ein zweiter, dann ein dritter – und das Wetter. Was dem Gespräch nicht gut tat.

„Ich bin ja froh, dass ich der ARD helfen kann, Geld zu verdienen, das nicht aus den Gebühren kommt“, antwortete Gottschalk zu Beginn des Internet-Chats einem genervten Zuschauer. Doch da bekam er erst mit, für wieviel Ärger die Werbung in den diversen Foren gesorgt hat – in einem späteren Eintrag schrieb Gottschalk schon zur Kritik leicht resigniert: „Sagen viele, aber was soll ich machen.“

Bei der ARD will man nun umschwenken: Die Verantwortlichen reagierten prompt und kündigten an, die Werbepausen weniger störend anzuordnen. „Das Problem ist erkannt. Wir arbeiten daran, das das flexibler gehandhabt wird“, sagte ein Sprecher.

Das Live-Konzept nämlich und insbesondere die Internet-Anbindung scheinen, soweit sich das nach einer Ausgabe sagen lässt, mindestens Potenzial zu haben. Zumal Gottschalk im Chat überraschend unbefangen äußerte. Auch zu seiner „Wetten, dass..? „-Nachfolge hinreißen ließ. „Ich glaub Pilawa wirds, weiss es aber nicht genau.“