Neu auf CD

Loriot beschert uns fröhliche Weihnachten

Von der "Bundestagsrede" bis zur "Nudelkrise": Die Doppel-CD "Meisterwerke" versammelt einige der schönsten und bekanntesten Sketche von Loriot.

„Und in der Guten Stube drinnen,/ da läuft des Försters Blut von hinnen./ Nun muss die Försterin sich eilen/ Den Gatten sauber zu zerteilen./ Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen/ nach Waidmanns Sitte aufgebrochen./ Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied/ (was der Gemahl bisher vermied) -,/ behält ein Teil Filet zurück/ als festtägliches Bratenstück“.

„Advent“, Loriots Gedicht zum Fest, erschien vor 33 Jahren auf dem Album „Heile Welt“. Es musste seine Ordnung haben mit der Kannibalin in den deutschen Wäldern. Schließlich hatte die Ballade Loriot verfasst, der Bundeshumorist , und amtlich eingelesen. Industriebarone saßen bei ihm auch in Badewannen, und die Wirtschaft ächzte unter Nudelkrisen.

Und dann weihte er die Deutschen sogar in die blutige Splatterkomik ein, ohne dass jemand die Zensoren rief. Die Schlächterin im Herrenzimmer wurde eine deutsche Heldin. Kein Gedicht wird seither häufiger am Weihnachtsabend in der Stube aufgesagt.

Und ohne Loriot hätte die Rockband Rammstein nie „Mein Teil“ gedichtet und gesungen, ihre Kannibalen-Farce: „Ist doch so gut gewürzt und so schön flambiert/ und so liebevoll auf Porzellan serviert,/ dazu ein guter Wein/ und zarter Kerzenschein.“ Auch das ist wieder in den Hitparaden angelangt, es ist Advent.

5 Punkte.