Krebsleiden

Schauspieler Walter Giller ist tot

Der Schauspieler Walter Giller ist tot. Er starb am Donnerstagabend im Alter von 84 Jahren an einer Krebserkrankung. Seine größten Erfolge feierte der gebürtige Hamburger mit "Die Drei von der Tankstelle" (1955) und "Rosen für den Staatsanwalt" (1959).

Foto: dpa / dpa/DPA

Der Schauspieler Walter Giller ist tot. Er starb im Alter von 84 Jahren in Hamburg, wie ein Freund der Familie in München berichtete. Giller erlag einem Krebsleiden in einer Hamburger Klinik. Das Internet-Portal „bild.de“ berichtete, dass er am Donnerstagabend gestorben sei.

Der gebürtige Hamburger studierte zunächst Medizin, entschied sich dann jedoch Schauspieler zu werden. 1947 bekam er seine erste Theaterrolle in Thornton Wilders „Wir sind noch einmal davongekommen“. Ab 1948 war er auch im Kino zu sehen, zunächst noch in kleineren Rollen. Seine erste Hauptrolle spielte er in dem Film „Primanerinnen“ im Jahr 1951.

In den 1950er Jahren wurde er vor allem für seine Darstellungen als netter, junger Mann von nebenan bekannt. Nur selten wurden im Charakterrollen angetragen. So spielte er neben Heinz Rühmann in "Der Hauptmann von Köpenick" (1956) neben Martin Held in "Spion für Deutschland" (1956) und "Rosen für den Staatsanwalt" (1959, Bundesfilmpreis) sowie mit Hardy Krüger in "Zwei unter Millionen" (1962, ebenfalls Bundesfilmpreis).

In den 1960er Jahren wirkte Giller hauptsächlich in einigen der damals gängigen Krimis, Abenteuer- und Paukerfilmen mit, während er sich in den 1970er Jahren ganz auf Fernsehrollen verlegte. Mit Peter Frankenfeld als Sketchpartner spielte er häufig als In dem preisgekrönten Fernsehspiel „Der geborgte Weihnachtsbaum“ (1966) spielte Walter Giller neben Michael Nowka und Wolfgang Völz unter der Regie von Dietrich Haugk eine Hauptrolle.

In den 1980er Jahren wechselte Giller vermehrt vom Film zum Hörspiel, unter anderem lieh er in der zwölfteiligen Kinderhörspielserie „Schubiduu..uh“ von Peter Riesenburg als Erzähler seine Stimme.

Walter Giller und Ehefrau Nadja Tiller, mit der er seit dem 5. Februar 1956 verheiratet war, galten in den 1950er und 1960er Jahren als „Traumpaar“ und standen bis zuletzt oft gemeinsam vor der Kamera. Zusammen erhielten sie in Stuttgart am 30. November 2006 einen Bambi für ihr Lebenswerk. Aus der Ehe gingen eine Tochter (* 1959) und ein Sohn (* 1964) hervor.

Seit Mitte März 2008 lebte Walter Giller gemeinsam mit seiner Ehefrau Nadja im Seniorenstift Augustinum in Hamburg.