Google Doodle

Wie Louis Daguerre den Augenblick auf ewig bannte

Der französische Erfinder ebnete der modernen Fotografie den Weg – und kassierte für seine Daguerreotypie eine lebenslange Rente. Heute wäre Louis Daguerre 224 Jahre alt geworden. Auch in digitalen Zeiten bleibt seine Erfindung eine Revolution, obwohl Zeitgenossen ihn für einen Gotteslästerer hielten.

Foto: picture-alliance / maxppp / picture-alliance / maxppp/picture-alliance / ©Bianchetti/L

Als seine Technik schließlich funktionierte, sprachen Kritiker von "Gotteslästerung" – dabei war dem Franzosen Louis Daguerre nichts anderes geglückt als die Erfindung der Fotografie. Zumindest eines Vorläufers. Im Jahre 1837 gelingt dem Maler und Erfinder die erste Daguerreotypie.

Heute wäre Daguerre 224 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass widmet Google dem Erfinder ein sogenanntes Doodle, ein verändertes Logo auf der Startseite des Suchmaschinenriesen.

Daguerres Ziel in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war ein Menschheitstraum: Er wollte flüchtige Augenblicke festhalten. Ein zu dieser Zeit aufwändiges Verfahren. Mit einer Camera Obscura war seinem Landsmann Joseph Niecephore Nièpce ein erstes Lichtbild gelungen. Doch für das erste nachweisbare Foto der Welt aus dem Jahre 1826 war eine Belichtungszeit von acht Stunden notwendig. Zu lange für Bewegungen.

Daguerre gelang es schließlich einige Jahre später, die Belichtungszeit auf wenige Minuten zu verkürzen. Zu diesem Zweck ließ Daguerre Fotoplatten mit Quecksilberdämpfen behandeln. Dabei entstanden Aufnahmen in feinen Grautönen, die allen konkurrierenden Fototechniken weit überlegen waren.

Seine Erfindung machte Daguerre zu einem wohlhabenden Mann. Die französische Akademie der Wissenschaften war begeistert und kaufte dem Erfinder das Verfahren ab. Als Gegenleistung erhielt Daguerre eine lebenslange Rente in Höhe von 6000 Franc.

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Daguerres Technik angewandt, dann wurde es von moderneren Verfahren verdrängt. Doch sein Nachruhm bleibt: Daguerres Name wurde – gemeinsam mit anderen verdienten Wissenschaftlern und Erfindern – in den Pariser Eiffelturm eingraviert.