ARD-Serie

Saarländischer Rundfunk entlässt "Tatort"-Ermittler

Das Ermittler-Duo Kappl/Deininger geht am 22. Januar 2012 zum letzten Mal auf Verbrecherjagd. Die Quoten sind angeblich nicht schuld für das Aus.

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Aus für das Duo vom Saarbrücker "Tatort": Mit der Folge "Verschleppt" am 22. Januar verabschiedet der Saarländische Rundfunk (SR) nach sieben Ausgaben die Ermittler Maximilian Brückner (alias Franz Kappl) und Gregor Weber (Stefan Deininger).

"Wir glauben, dass diese Geschichte auserzählt ist", sagte SR-Sprecher Peter Meyer über das ungleiche Paar, das erstmals 2006 zusammen auf Verbrecherjagd ging. Mit dem Auslaufen der Verträge endet für die Schauspieler nun die Ermittlerkarriere an der Saar. Einen "Tatort" soll es von dort künftig aber trotzdem geben, neue Konzepte dafür würden entwickelt, sagte Meyer. Zu Einzelheiten wollte er zunächst keine Angaben machen.

Ihren gemeinsamen Einstand hatten Brückner und Weber im Oktober 2006 mit dem SR-"Tatort"-Krimi "Aus der Traum", der 6,76 Millionen Zuschauer (18,2 Prozent) vor den Bildschirm lockte. Brückner spielte den Hauptkommissar Franz Kappl, der aus Traunstein nach Saarbrücken kommt und dort die Nachfolge von Max Palu (Jochen Senf) antritt. Weber war schon seit 2001 dabei, als Palus Assistent. Der emotional angelegte Saarländer bildete den Gegenpart zu dem Hirn-Menschen aus Bayern. "Dass beide Ermittler die Welt des anderen nicht wirklich verstehen und völlig unterschiedliche Methoden haben, machte den Reiz des Paares aus", wurde der für den SR-Tatort zuständige Redakteur Christian Bauer in der Mitteilung zitiert.

Doch damit ist nun Schluss. An den Quoten habe das nicht gelegen, versichert SR-Sprecher Meyer. Die seien zuletzt "völlig ok" und stabil gewesen, "das ist aber nicht der einzige Maßstab".

Wer die Nachfolge der geschassten Ermittler antritt und ob dies ein oder zwei Ermittler sein werden, könne man derzeit noch nicht sagen. Es sei aber nicht zu erwarten, dass es diesbezüglich vor der Ausstrahlung der letzten Folge Neues geben werde. Abgedreht und abgenommen sei sie bereits.