Gottschalk-Nachfolge

Rätselraten über neues "Wetten, dass..?"-Pärchen

Sicher ist seit Samstag: Hape Kerkeling wird "Wetten, dass..?" nicht übernehmen. Es darf also weiter über die Gottschalk-Nachfolge spekuliert werden. Ein Moderatoren-Duo soll es richten, ob mit oder ohne Michelle Hunziker ist allerdings auch noch nicht klar.

Nach der Absage von Entertainer Hape Kerkeling soll die ZDF-Show „Wetten, dass..?“ von einem Moderatoren-Duo präsentiert werden. Das sagte ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Montag, nannte dabei aber keine Namen. Die Entscheidung soll erst nach der letzten Sendung mit Thomas Gottschalk als Moderator im Dezember fallen.

Kerkeling hatte am Samstagabend als Gast in Gottschalks vorletzter Show öffentlich gemacht, dass er die Show nicht übernehmen will. Bellut bedauerte die Entscheidung des Entertainers, der zuvor als aussichtsreichster Kandidat galt. Zu der Nachfolge-Suche sagte der ZDF-Programmdirektor der „FAZ“, er führe mit verschiedenen Kandidaten Gespräche. Bellut ließ auch offen, ob Gottschalks Assistentin Michelle Hunziker zu dem angedachten Moderatoren-Paar gehören wird.

Im Gespräch für die Gottschalk-Nachfolge sind unter anderem die Entertainerin Barbara Schöneberger und die Komikerin Anke Engelke, aber auch der ZDF-Moderator Markus Lanz. Als möglicher Gottschalk-Nachfolger wurde auch erneut Moderator Jörg Pilawa genannt, der anfangs neben Kerkeling als Favorit gehandelt worden war. Pilawa hatte allerdings selbst abgelehnt.

Programmdirektor Thomas Bellut sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, er führe mit verschiedenen Kandidaten Gespräche. Doch werde es keine Entscheidung geben, bevor im Dezember die letzte Ausgabe mit Gottschalk gelaufen sei, bekräftigte der künftige ZDF-Intendant.

Bedauern nach Kerkelings Absage

Kerkeling war am Samstagabend Gast bei „Wetten, dass..?“ und sagte auf Gottschalks Frage, ob er sein Nachfolger werden wolle: „Nein, ich möchte nicht.“ Er wolle wieder Filme drehen, sei dabei, ein Buch zu schreiben und plane auch eine neue Dokumentarreihe. All das könne er mit dieser Show nicht vereinbaren. Bellut hatte die Entscheidung Kerkelings bedauert. „Es ist schade, dass er das Angebot nicht annimmt, aber ich respektiere seine Entscheidung und ihre Begründung“, hatte er gesagt. Für die Sendung werde es eine Pause geben, in der „gemeinsam mit dem neuen Moderator an einer Weiterentwicklung des Showformats“ gearbeitet werde.

Kerkeling hat bereits mehrere Engagements beim ZDF. Am 11. Dezember wird er den ZDF-Jahresrückblick „Menschen 2011“ moderieren. Am 4. Februar 2012 wird er durch die vom Zweiten übertragene Verleihung der Goldenen Kamera führen. Derzeit läuft Kerkelings Dokumentarreihe „Unterwegs in der Weltgeschichte“ im Zweiten.

Sechs Millionen sehen Kerkelings Weltgeschichte im ZDF

Bei der dritten Folge der sechsteiligen Reihe, die am Sonntagabend zu sehen war, schalteten 6,31 Millionen Zuschauer ein, wie der Sender am Montag mitteilte. Das war ein Marktanteil von 19,3 Prozent. Bei der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen waren es 1,96 Millionen und 15,3 Prozent Marktanteil. „Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagte ZDF-Kultur- und Wissenschaftschef Peter Arens.

Gottschalk hatte seinen Show-Abschied im Februar angekündigt. Hintergrund des Rückzugs war der schwere Unfall des Wettkandidaten Samuel Koch in der Dezembersendung 2010. Am 3. Dezember diesen Jahres wird sich Gottschalk in Friedrichshafen endgültig von „Wetten, dass..?“ verabschieden. Er präsentiert die Show, mit einer Pause von 1992 bis 1994, seit 1987.

ZDF-Moderator Jörg Pilawa hatte am Sonntag den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe gesagt: „Ich hatte mich schon auf,Wetten, dass ... ?“ mit Hape gefreut. Aber auch verständlich: Hape hat so viele Talente, die passen einfach nicht alle in ein Showformat.„ Dass er jetzt wieder als möglicher Nachfolger genannt werde, wunderte ihn. “Ich arbeite mit dem ZDF an einer Reihe von neuen Shows, aber 'Wetten, dass ...?' ist dabei kein Thema„, hatte Pilawa gesagt.