Zukunft von "Wetten, dass..?"

Thomas Gottschalks Ansprüche an seinen Nachfolger

Es ist die vorletzte Ausgabe von "Wetten, dass..?" mit Thomas Gottschalk. Weil Hape Kerkeling dabei ist, erwarten alle einen Nachfolger-Showdown.

Auch vor seiner vorletzten „Wetten, dass..?“-Ausgabe lässt sich Moderator Thomas Gottschalk nicht in die Karten schauen. Weder zur Person seines Nachfolgers noch über seine Pläne oder das veränderte Konzept Europas größter Samstagabendshow wollte er sich äußern.

Dabei wird mit Hape Kerkeling zur 198. „ Wetten, dass..? “-Folge in Leipzig ( Samstag, 5. November 2011, 20.15 Uhr, ZDF ) der Topfavorit der Gottschalk-Nachfolge erwartet. „Ich habe mit Hape Kerkeling noch nicht darüber gesprochen, er mit mir noch nicht. Inwieweit er sich morgen aus der Affäre stiehlt, wird man sehen“, sagte Gottschalk. Für ihn sei dies eine Frage untergeordneter Priorität.

„Ich bin wie ein Hund, der bis zum nächsten Fressnapf denkt“, entgegnete Gottschalk auf die Frage nach seiner Zukunft und der Sendung. Einmal mehr bekräftigte er: Raten werde er seinem Nachfolger gar nichts, „doch sollte er möglichst viel von meinen Eigenschaften haben: hübsch und Humor wäre auch nicht schlecht“.

Gottschalk will, dass „Wetten, dass..?“ weiterläuft

Trotz der ungeklärten Nachfolgerfrage spricht sich Gottschalk gegen eine Einstellung der Sendung aus. „Es wäre Blödsinn, die Sendung abzusetzen“, sagte der 61-Jährige.

Es habe zwar durchaus auch Phasen gegeben, in denen er selbst darüber nachgedacht habe, ob man „Wetten, dass..?“ nicht vielleicht besser einstellen sollte. Aber dann habe er weitere Folgen gemacht und es sei ihm bewusst geworden, dass es keine gute Idee wäre, „Wetten, dass..?“ nicht mehr zu produzieren.

Scherzhaft fügte er hinzu: „Auch wenn eine Einstellung meiner Legende helfen würde.“ ZDF-Unterhaltungschef Manfred Teubner erklärte, dass die Show so viel Kraft habe, dass der Sender damit weitermachen solle und weitermachen werde.

Gottschalk verwies darauf, dass das Format so erfolgreich sei, dass auch die private Konkurrenz zumindest Elemente daraus für eigene Sendungen verwendeten. „Bei Bohlen könnte sich doch jeder Zweite hinstellen und seinen Auftritt mit den Worten 'Wetten, dass..?' beginnen“, nannte er ein Beispiel. Auch Sendungen wie „Die perfekte Minute“ oder „17 Meter“ basierten letztlich auf dem gleichen Prinzip wie „Wetten, dass..?“.

Gottschalk führt seit 23 Jahren durch die Show

Nach Gottschalks Abschied (3. Dezember, Friedrichshafen) sei die erste Show mit neuem Entertainer und verändertem Konzept für das erste Halbjahr 2012 geplant, so ZDF-Unterhaltungschef Manfred Teubner.

Die Programmplaner seien in den letzten Zügen. „Die Sendung wird dann nicht mehr „Wetten, dass..?“, sondern 'Gottschalk weg' heißen“, kommentierte Gottschalk. Der 61-Jährige führt seit mehr als 23 Jahren durch die Show. Gleichwohl könne er sich vorstellen, als Gast auf der Wettcouch Platz zu nehmen.

Als Wettpaten werden zu Gottschalks 150. „Wetten, dass..?“-Ausgabe neben Kerkeling noch Otto Waalkes und Dirk Bach, die Schauspieler Justin Timberlake und Andrea Sawatzki sowie Boxweltmeister Wladimir Klitschko erwartet.

Die Showacts bestreiten Udo Lindenberg und Clueso, David Garrett, das Musical „Kein Pardon“, Batman und Cello. „Ich gehe jedes Mal davon aus, ich mache die beste Sendung, die ich je gemacht habe. Bisher ist das aber noch nie passiert. Jetzt habe ich noch zwei Mal die Chance“, sagte Gottschalk. Seine Entscheidung, „Wetten, dass..?“ aufzugeben, hat er nach eigenen Worten noch nicht bereut.

Eine ausführliche Kritik der Sendung lesen Sie nach der Sendung hier bei Morgenpost Online