Fremdsprachen

Immer mehr deutsche Schüler lernen Chinesisch

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An 232 Schulen wird mittlerweile Mandarin als Fremdsprache angeboten. Auch die Zahl deutsch-chinesischer Schulpartnerschaften steigt.

An deutschen Schulen lernen immer mehr Kinder und Jugendliche Chinesisch. Im vergangenen Schuljahr boten mindestens 232 Schulen Chinesisch als Fremdsprache im Unterricht oder in einer Arbeitsgemeinschaft an, wie das Sekretariat der Kultusministerkonferenz am Mittwoch in Bonn mitteilte. Einer aktuellen Erhebung zufolge hat sich die Zahl der Schulen damit gegenüber 2007 um 45 Prozent erhöht. Am Unterricht oder an einer Arbeitsgemeinschaft nahmen mehr als 5800 Schülerinnen und Schüler teil.

Stark gestiegen sei auch der Umfang deutsch-chinesischer Schulpartnerschaften, hieß es weiter. Der Kultusministerkonferenz sind 210 Partnerschaften bekannt, vor vier Jahren waren es erst 144. „Chinesisch hat im Vergleich zu anderen modernen Fremdsprachen in Schule und Unterricht zwar nach wie vor Exotenstatus“, erklärte Generalsekretär Erich Thies. „Das Interesse ist in den vergangenen Jahren allerdings spürbar gewachsen.“

Stiftungsprofessur in Göttingen

Die Kultusministerkonferenz fördert nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren den deutsch-chinesischen Austausch im Bildungsbereich . Für Lehrkräfte werden Fortbildungen und Hospitationen durchgeführt. Eine Stiftungsprofessur an der Universität Göttingen, die auch aus Mitteln der chinesischen Organisation „Hanban“ finanziert wird, ermöglicht zudem länderübergreifend eine qualifizierte Lehrerausbildung für Chinesisch als Fremdsprache.

( EPD/bas )