Nobelpreisträger

Jorge Luis Borges - der Meister des Phantastischen

Google erinnert heute an Jorge Luis Borges. Er wurde vor 112 Jahren in Buenos Aires geboren und gilt als einer wichtigsten Vertreter der phantastischen Literatur weltweit.

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Jorge Luis Borges wurde am 24. August 1899 in Buenos Aires, Argentinien, geboren. 1914 zog seine Familie in die Schweiz, wo er zur Schule ging. Nach seiner Rückkehr nach Argentinien im Jahr 1921, begann Borges Gedichte und Essays in surrealistischen Literaturzeitschriften zu veröffentlichen.

Er gilt heute als einer der wichtigsten Vertreter der phantastischen Literatur weltweit. Seine bekanntesten Bücher „Ficciones“ (1944) und „El Aleph“ (1949) sind Zusammenstellungen von Kurzgeschichten über Themen wie Träume, Labyrinthe, Bibliotheken, fiktive Schriftstellern, der Religion und Gott.

Ein Vorläufer der Postmoderne

Durch seine häufigen Verweise und Anspielungen gilt Borges als Vorläufer der Postmoderne. Eines seiner Stilmittel war die Täuschung, das Spiel mit dem Leser, der oft nicht wusste, was in seinen Geschichten real, was surreal sein sollte.

Borges schrieb nur kurze Texte, selten sind seine Erzählungen länger als zehn oder fünfzehn Seiten. Er selbst sah sich trotz aller literarischen Ambitionen der Unterhaltung verpflichtet.

Aufgrund einer erblichen Krankheit, wurde Borges in seinen späten fünfziger Jahren blind. 1955 wurde er Direktor der argentischen Nationalbibliothek sowie Professor für Literatur an der Universität von Buenos Aires. Seinen internationalen Durchbruch schaffte er 1961, nachdem ihm - zusammen mit Samuel Beckett – der Internationaler Verlegerpreis Formentor verliehen wurde. Seine Werke wurde in alle großen Sprachen übersetzt.