"Plötzlich Star"

Wenn Justin Biebers Freundin nach Europa reist

Drei Amerikanerinnen reisen in die Stadt der Liebe und landen durch eine Verwechslung urplötzlich in der mondänen High Society Monte Carlos.

Drei junge Amerikanerinnen, darunter Disney-Star und Justin-Bieber -Freundin Selena Gomez, unternehmen eine Reise ins alte Europa, die zuerst nach Paris und dann ans Mittelmeer nach Monaco führt. Jungen Mädchen mag die romantische Komödie „Plötzlich Star“ gefallen – in den USA wurde der Film allerdings meist verrissen.

Die 19-jährige Gomez spielt ein texanisches High-School -Girl namens Grace, das während des zu billig gebuchten Paris-Urlaubs aus Versehen mit der reichen britischen Erbin Cordelia verwechselt wird. Auf diese Weise erschleicht sie sich und ihrer älteren Stiefschwester Meg (Leighton Meester – Blair-Waldorf-Darstellerin in der Serie „Gossip Girl“) sowie der Freundin Emma (Katie Cassidy – bekannt zum Beispiel aus „Supernatural“) mondäne Tage im Fürstentum Monaco.

Fühlt sich wie ein Remake an

Aus „Monte Carlo“, dem glamourösen Originaltitel, machte der deutsche Verleih den plumpen Filmtitel „Plötzlich Star“. „Vergnügt, abgedroschen und vielleicht sogar wohlkalkuliert unoriginell – dieser Film ist abgepackte Unterhaltungsware, die so vertraut ist, dass sie sich wie ein Remake anfühlt“, rezensierte streng die „ New York Times “.

Auch die Zeitung „USA Today“ meinte, dieses Werk sei „wie ein Film-Eintopf“ – vor allem aus anderen Werken zusammengeschustert: Es ist „Was Mädchen wollen“ trifft „Ein Zwilling kommt selten allein“ trifft „Popstar auf Umwegen“ trifft „Ein Herz und eine Krone“ trifft „Der Prinz und der Bettelknabe““. Nun ja: Kritiker in den USA können schon fies sein. Wer es milder mag: Eigentlich ist die Teenie-und-Twen-Romanze nett besetzt und spielt an schönen Orten.

Männer spielen hier nur Nebenrollen und sollen vor allem hübsch anzusehen sein – Cory Monteith (der Finn-Hudson-Darsteller aus „Glee“ ) spielt Emmas impulsiven Freund, Luke Bracey verdreht Meg als sympathischer australischer Backpacker den Kopf und der Franzose Pierre Boulanger stellt den idealistischen Millionärssohn Theo dar, dem Grace sich nahe fühlt.

108 Minuten ohne Langeweile

Die 108 Minuten sind ohne Langeweile anzuschauen. Junge Frauen, auf die der Film in erster Linie zielt, dürften sich in weiten Teilen amüsieren und wiederfinden. Manchmal möchten Mädchen ja auch einfach nur ein paar kurzweilige Minuten rund um Freundschaft, Flirten, schicke Kleider und Identitätsfindung sehen. „Plötzlich Star“ ist eine spießigere Spielfilmversion von „Sex and the City“ mit jüngeren Akteuren: sozusagen „No Sex in the Fürstentum“.