Comic-Serie

Der neue Spider-Man ist halb Schwarzer, halb Latino

Der politisch korrekte Miles Morales ersetzt in der Comic-Reihe "Ultimate Spider-Man" Peter Parker. Er ist der erste afroamerikanische Oberliga-Superheld.

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Erstmals ist einer der großen Superhelden der Comicgeschichte schwarz. Der neue Spider-Man wird nicht nur ein halber Afroamerikaner, sondern auch ein halber Latino sein. Der Verlag Marvel Comics veröffentlichte in New York die ersten Bilder des neuen Spinnenmanns.

Sie zeigen einen jungen Schwarzen, der den lateinamerikanischen Namen Miles Morales trägt. Dem politisch korrekten Spider-Man sollen ab sofort anstelle von Peter Parker, der im bisher letzten Heft den Superheldentod fand, Bösewichter ins Netz gehen.

Allerdings wird Marvel parallel zum neuen Spider-Man auch weiterhin den klassischen Comic mit Peter Parker als freundliche Spinne aus der Nachbarschaft vertreiben. Der Latino-Superheld soll zukünftig dafür in der Reihe "Ultimate Spiderman" auf Ganovenjagd gehen.

In der bunten Comicszene der USA gibt es Dutzende schwarze Superhelden und auch -heldinnen. Mit Morales als Spider-Man ist aber erstmals ein Schwarzer in die erste Liga der Comichelden aufgestiegen.

„Als wir einen ganz neuen Spider-Man schaffen konnten, sollte es ein Charakter mit der ganzen Vielfalt und der ganzen Erfahrung des 21. Jahrhunderts sein“, sagte Marvel-Chefredakteur Axel Alonso. „Er folgt nicht nur der Tradition von Peter Parker, sondern zeigt auch, warum er als neuer, einzigartiger Charakter den Namen Spider-Man verdient.“