Heavy Metal

Saxon schwärmen von Gottes Strafgericht und 1979

Die Band Saxon bleibt ihrem harten Sound auf "Call To Arms" (2011) treu und lässt britischen Heavy Metal à la Iron Maiden wieder aufleben.

Die Zukunft sah im Heavy Metal immer wie ein Schlachtfeld aus. Man wollte da nie hin, und deshalb handelten die schlimmen Stücke von den künftigen Schrecken, und die sehnsüchtigen Stücke handelten von früher. Bisher kam die Menschheit glimpflicher davon als seit Jahrzehnten prophezeit von Bands wie Saxon .

Aber deshalb bricht der Heavy Metal nicht mit seinen Traditionen. Auch auf „Call To Arms“ warnen die Engländer vor Gottes Strafgericht („When Doomsday Comes“) und singen feierlich vom Mittelalter („Mists Of Avalon“).

Sehnsucht nach 1979

Auch Zeiten werden schöner, die man selbst erlebt hat. „Back In 79“ heißt das erklärte Lieblingslied von Saxon auf dem aktuellen Album: „It was back in 79 when we rode the mighty tide/ It swept across the world we came together/ We never stood alone wherever we roamed/ This legacy of rock will stand forever“, jubiliert Biff Byford.

1979 stiegen Saxon auf zur dritten Kraft der „New Wave Of British Heavy Metal“, hinter Judas Priest und Iron Maiden . Damals zogen sie schon Laiensänger zu den Aufnahmen hinzu, sie schrieben Briefe an die Fanclubs.

Für die Hymne auf das Jahr 1979 riefen sie im Internet die Fans auf, einen 79-köpfigen Chor zu bilden. Tausende bewarben sich mit warmherzigen E-Mails. Schöne neue Welt.

Saxon: Call To Arms (UDR)