Gottschalk-Nachfolge

Hunziker könnte Chefin von "Wetten, dass..?" werden

Hape Kerkeling soll der "Wunschkandidat" des ZDF für die Gottschalk-Nachfolge sein. Lehnt er ab, gibt es angeblich noch einen Plan B.

Für die Nachfolge von Thomas Gottschalk bei "Wetten, dass..?" ist angeblich eine weitere Variante im Gespräch. Sollte "Wunschkandidat" Hape Kerkeling eine ZDF-Offerte ablehnen, könnte die Position von Ko-Moderatorin Michelle Hunziker "mächtig aufgewertet werden", berichtete die "Bild am Sonntag".

Die Schweizerin würde einem solchen Plan zufolge zwar weiter Assistentin bleiben, aber zur eigentlichen Chefin aufrücken. Denn in „dieser angedachten Variante“ würde die Show künftig von wechselnden Gastmoderatoren präsentiert.

Dafür kämen Entertainerin Barbara Schöneberger, ZDF-Moderator Jörg Pilawa und Comedian Anke Engelke in Frage. Aber auch Gottschalk selbst, sollte er beim ZDF bleiben, und Comedian Michael „Bully“ Herbig wären denkbar, hieß es weiter in dem Bericht.

ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut sprach der Zeitung zufolge von „reinen Spekulationen“. Sendersprecher Walter Kehr sagte, das sei alles „im Konjunktiv“. Der Sender habe gesagt, er werde die Sommerpause nutzen, um die Weichen zu stellen. Dabei bleibe es auch. Es gebe noch keine Entscheidung.

Gottschalk hatte nach dem schweren Unfall des „Wetten, dass..?“- Kandidaten Samuel Koch angekündigt, die Moderation der Samstagabend-Show abzugeben. Seine letzte Sommer-Ausgabe der Show hatte er im Juni in Palma de Mallorca moderiert. Ab Oktober ist der 61-Jährige noch drei Mal mit „Wetten, dass..?“ auf dem Bildschirm zu sehen, bevor er sich von der Sendung verabschiedet.

Als mögliche Nachfolge-Kandidaten wurden immer wieder Kerkeling, der bereits mit dem Zweiten zusammenarbeitet, und Pilawa gehandelt. Bellut hatte im Juni in einem „Spiegel“-Interview gesagt, er spreche zurzeit mit zwei Moderatoren. Namen nannte er nicht. Pilawa hatte Ende Juni laut „Bild am Sonntag“ gesagt, er führe zurzeit keine Nachfolge-Gespräche mit dem ZDF. „Wetten, dass..?'“ sei zurzeit für ihn gar kein Thema.

Nach wie vor ist offen, ob Gottschalk nach seinem Abschied von „Wetten, dass..?“ weiter beim Zweiten bleiben wird oder zur ARD wechselt. Beide Sender buhlen um den Entertainer. Gottschalk wollte nach seiner letzten Sommer-Sendung in seinem Urlaub nachdenken. Am Freitagabend hatte er seinen ersten öffentlichen Auftritt seitdem: Er moderierte bei den Münchner Opernfestspielen eine Open-Air-Übertragung von Ludwig van Beethovens „Fidelio“.

„Wetten, dass..?“ feierte in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Fernsehpreisträger Gottschalk präsentiert die Show, mit einer Pause von 1992 bis 1994, seit 1987.