Queen

Freddie Mercury singt jetzt mit Himmelsstimme

Die Überlebenden von Queen passen ihre Hymnen wie "We Will Rock You" (1977) oder "Don't Stop Me Now" (1979) an die Gegenwart an.

Seit 20 Jahren mühen sich die Hinterbliebenen vergeblich, Queen, die Band , am Leben zu erhalten. Ohne Freddie Mercury . Mit Musicals und Aushilfssängern. Jetzt, im Freddie-Mercury-Gedenkjahr, haben sie ein Einsehen: Die Alben werden restauriert und wieder aufgelegt, von „Queen“ bis „Hot Space“, von den frühen Siebzigern bis in die Achtziger hinein.

Die Stücke klingen wie sie im Vinylzeitalter nie geklungen haben. Heute spielt Musik nicht mehr im analogen Reich der Stereophonie, sondern auf engstem, digitalem Raum im iPod. Die Geräusche bei „Flash Gordon“ sind nicht mehr die Tonspuren des Spielfilms, sie sind gleichwertige musikalische Ereignisse.

Die Wiederauferstehung Queens

Im Jahr 2011 hören die Menschen anders, sogar ihre Klassiker, als 1981. Wo „2011 Digital Remaster“ draufsteht, werden zeitgemäße Interpretationen angeboten – was lebendige Kultur bedeutet und kein Frevel. Jedem Album liegt eine EP bei mit Konzert- und Radioaufnahmen, die Queen dramatisch wiederauferstehen lassen.

Es gibt aber auch Momente, die daran erinnern, dass es Queen nur noch in der Erinnerung gibt und als Farce: Im Frühjahr 1980 setzte sich der Sänger Freddie Mercury in München ans Klavier, sang „It’s A Beautiful Day“ und schien das Lied bereits beim Spielen zu verwerfen.

1995, vier Jahre nach seinem Tod, erschien das Lied auf „Made In Heaven“, von den Überlebenden der Rockband zum Vermächtnis überhöht, zur Himmelstimme.

Queen: Queen; Queen II; Sheer Heart Attack; A Night At The Opera; A Day At The Races; News Of The World; Jazz; The Game; Flash Gordon; Hot Space (Island)