Gil Scott-Heron

Schutzheiliger des Hip-Hop mit 62 Jahren gestorben

Seine Spoken-Word-Poesie war der Anfang einer ganzen Bewegung. Der US-Musiker Gil Scott-Heron führte die afroamerikanische Musik zum Hip-Hop.

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Der US-Musiker Gil Scott-Heron ist im Alter von 62 Jahren gestorben. Er starb nach Angaben einer Freundin am Freitag in einem Krankenhaus in New York, nachdem er nach der Rückkehr von einer Europa-Reise krank geworden war.

Scott-Heron nahm in den 1970er-Jahren in Harlem den Song "The Revolution Will Not Be Televised" auf, der wegbereitend für den Rap war. Der Musiker wurde manchmal "Godfather of Rap"- Pate des Rap - genannt. Diese Bezeichnung lehnte er jedoch ab. Dennoch inspirierte seine Art des Sprechgesangs die afroamerikanische Musik der 70er und 80er -Jahre wie kaum ein anderer. Pioniere des Hip-Hop wie Afrika Bambaataa oder Grandmaster Flash sind ohne Scott-Heron kaum vorstellbar.

Der in Chicago geborene Musiker war für einen Stil bekannt, den er selbst manchmal als Bluesology bezeichnete. Er verband minimalistische Schlagzeuggeräusche mit sogenannten Spoken-Word-Performances (gesprochene Texte), die politisch angehaucht waren. Scott-Heron nahm mehr als ein Dutzend Alben auf und schrieb eine Handvoll Bücher.