Filmfestival 2011

Kontroverse in Cannes über von Triers Rausschmiss

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Reaktionen auf von Triers Ausschluss

Dänemarks umstrittener Export-Schlager, Regisseur Lars von Trier, ist wegen seiner Hitler-Äußerungen von Cannes ausgeschlossen worden. Viele Festival-Besucher zeigten wenig Verständnis für diese Entscheidung.

Video: Reuters
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Die Reaktionen in Cannes auf die Verbannung des dänischen Regisseurs Lars von Trier sind unterschiedlich. "Nice Matin" schreibt von einem "Ödipus-Drama".

Die Verbannung des dänischen Regisseurs Lars von Trier hat beim Filmfestival in Cannes für ein kontroverses Echo gesorgt. Das Festival habe zwar eine „eindeutige und radikale Position“ eingenommen, schrieb das Fachblatt „Le film français“, aber die sei „rein symbolisch“.

Der Rausschmiss sei gerecht nach den Maßstäben des Festivals – „obwohl es eigentlich ein Ort der künstlerischen Freiheit“ sei.

Die Tageszeitung „Nice Matin“ schrieb von einem „Ödipus-Drama“. „Mit der Sanktionierung Lars von Triers hat das Festival seinen „Lieblingssohn“ getötet“, hieß es.

Schließlich sei der Regisseur seit Jahren mit dem Festival und seinen Organisatoren eng verbunden – wie ein Kind mit seinen Eltern.

Das Fachblatt „The Hollywood Reporter“ berichtete, dass der britische Filmverleih – anders als der israelische und argentinische – von Triers aktuelles Werk „Melancholia“ weiter in die Kinos bringen wolle.

Der Verleih „freue sich darauf, diesen einzigartigen Film“ ab Ende September zu zeigen.

( dpa/memo )