Horror

Frei nach "Dschungelcamp" – Filmekel in 3D

Mark ist ein Kotzbrocken und findet sich von "Iron Doors" eingeschlossen. Um zu überleben, gibt es Ratten, Maden und Fliegen.

Man soll Menschen ja nichts Böses wünschen. Auch nicht, dass sie allein in einem kahlen Raum aus Betonwänden erwachen, nur von einer Stahltür unterbrochen, welche sich nicht öffnen lässt.

Sieht man dem jungen Mark in „Iron Doors“ allerdings eine Viertelstunde zu, wächst das Verständnis für den unsichtbaren Kerkermeister: Marks Vokabular beschränkt sich auf „Fuck, fuck, fuck“, er strotzt von unkontrollierter Aggressivität, und als Jobs für ihn jenseits dieser vier Wände kommen wohl nur Broker oder Rausschmeißer in Frage.

Man ist sich also gar nicht sicher, ob man die Befreiungsbemühungen des Kotzbrockens gut heißen soll – zumal das alles in „Saw“ oder „Cube“ schon zu sehen war, nur viel dringlicher als bei diesem deutschen Versuch, getrieben von wahnsinnigen Mechanismen.

In „Iron Doors“ sind die einzigen Feinde des Eingeschlossenen sein Hunger, sein Durst und seine Borniertheit; zum Glück gibt es ein paar Fliegen, eine tote Ratte und einen Schuh zum Sammeln des Urins. Das mag hart für Mark sein, aber seit dem „Dschungelcamp“ hält sich unser Mitgefühl da in Grenzen. Auch die Ekligkeit der Maden wird durch 3D nur unwesentlich erhöht.