Action

Wrestler The Rock ist wieder als Rächer unterwegs

Dwayne Johnson alias The Rock jagt die Mörder seines Bruders in der großen Stadt. Deren schwarzen Seelen ist nicht mehr zu helfen.

Der Klingelton verrät wo's langgeht. Denn „Faster“ ist mitnichten eine dieser gradlinig erzählten, typisch amerikanischen Rachegeschichten, sondern vielmehr die zuweilen recht verschnörkelte, moderne Großstadt-Variante eines alten Italo-Westerns – samt extremer Nahaufnahmen und den völlig überhöht inszenierten Duellen auf Leben und Tod.

Und bevölkert von Charakteren, deren tiefschwarze Seelen ohnehin nicht mehr zu retten wären: Ennio Morricones „The Good, the Bad and the Ugly“ ertönt, wenn immer das Handy eines besonders perfiden Auftragkillers läutet.

Der Auftragsmörder tötet aus Langeweile

Dieser Killer nimmt allerdings nur einen Dollar pro Auftrag. Denn er ist bereits stinkreich, lebt meditierend im Designer-Luxus und tötet lediglich aus Langeweile – und das Ziel dieses herrlich psychotischen Snobs ist Dwayne Johnson alias „Faster“, ein Mann der die letzten zehn Jahre wegen Diebstahls im Knast gesessen hat.

Und der nun nach seiner Entlassung die einstigen Verräter zielstrebig einen nach dem anderen kaltblütig hinrichtet ... mit minimaler Mimik und nur wenigen Worten, versteht sich.

Zwischen diesen zwei Kontrahenten windet sich noch ein Drogensüchtiger und deshalb durch und durch korrupter Cop, schön schmierig gespielt von Billy Bob Thornton – eine Rolle, für die übrigens mal Franco Nero vorgesehen war, nur um noch ein letztes Mal die Nähe zum Spagetti-Western zu strapazieren.

Denn damit jetzt keine Missverständnisse aufkommen: „Faster“ ist durchaus ein rüdes und gelegentlich recht gewalttätiges B-Picture – ein amerikanischer Billig-Actioner, der aber immerhin dank seiner stilistischen Schnörkel und den exzentrischen Macken seiner Figuren über den soliden Durchschnitt hinaus zu stechen trachtet. Ein insgesamt schön schmutziges Vergnügen also.