Kino-Charts

Johnny Depps Stimme schlägt Matt Damon um Längen

Der Animationsfilm "Rango" schlägt Damons "Der Plan" deutlich. In Deutschland überspringt Til Schweigers Film die 3,5 Millionen-Hürde.

Ein animiertes Chamäleon im Wilden Westen hat am Wochenende ordentlich Schwung in die amerikanischen Kinokassen gebracht: Mit blumig-kitschigem Hawaiihemd, Revolver und der Stimme von Johnny Depp stellte sich „Rango“ erfolgreich seinen Widersachern und eroberte Platz eins der Charts. Etwa 54 Millionen Dollar – davon 38 Millionen Dollar alleine in den USA – spielte der Streifen weltweit nach ersten Studioeinschätzungen ein, fast doppelt so viel wie „The Adjustment Bureau“ mit Matt Damon und Emily Blunt, die sich mit Platz zwei begnügen mussten.

Damit lockte die animierte Western-Komödie unter der Regie von Gore Verbinski („Fluch der Karibik“) an einem regulären Wochenende mehr Besucher in die US-Kinos als jeder andere Film in diesem Jahr. In den amerikanischen Medien wurde der Trickfilm bereits letzte Woche als Erfolg gefeiert. Besonders die Sprachaufnahmen der Schauspieler wie Johnny Depp und Bill Nighy wurden darin gelobt. Der Streifen kostete 135 Millionen Dollar und kam in Deutschland bereits am 3. März, einen Tag früher als in den USA, in die Kinos.

Weit abgeschlagen war „The Adjustment Bureau“ mit Einnahmen von nur etwa 20,9 Millionen Dollar. Der romantische Sci-Fi Thriller von Universal Pictures fand nach Angaben des US-Branchenblatts „Hollywood Reporter“ besonders unter Erwachsenen Anklang: Etwa 73 Prozent der Zuschauer waren älter als 30 Jahre. Der Film kommt unter dem Namen „Der Plan“ am 10. März in deutsche Kinos.

Überraschen konnte der romantische Fantasiefilm „Beastly“, eine Adaption des Klassikers „Die Schöne und das Biest“. Hauptsächlich junge Frauen wollten sich die Geschichte des eitlen New Yorker Teenagers anschauen, der in ein hässliches Monster verwandelt wird, bis ihn die wahre Liebe aus seinem Bann befreit. Der Film spielte etwa 10,1 Millionen Dollar ein und kommt am 14. April in die deutschen Kinos.

Nach nur einer Woche büßte die Komödie „Hall Pass“ („Alles erlaubt –- Eine Woche ohne Regeln“) mit Owen Wilson ein Drittel seiner Zuschauer ein. Der Film über zwei Freunde, die von ihren Frauen die Erlaubnis bekommen, eine Woche lang mit anderen Frauen flirten zu dürfen, brachte neun Millionen Dollar ein und belegt somit Platz vier. Gefolgt wird „Hall Pass“ von der Zeichentrick-Romanze „Gnomeo & Juliet“ mit 6,9 Millionen Dollar.

In Deutschland ist das Historiendrama „The King’s Speech“ nach seinem Oscar-Triumph von Platz drei auf Platz eins der Kinocharts gestiegen. Der Film um den stotternden König George VI. zog am dritten Wochenende etwa 255.000 Zuschauer in die Kinos, wie Media Control mitteilte. „The King’s Speech“ hatte bei der Oscar-Verleihung am 27. Februar unter anderem in den Kategorien Bester Film, Beste Regie (Tom Hooper) und Bester Hauptdarsteller (Colin Firth) gewonnen.

Auf den zweiten Platz fiel Til Schweigers Komödie „Kokowääh“ mit etwa 208.000 Zuschauern ab. Damit sahen die Komödie, die am 3. Februar in die Kinos kam, bislang über 3,5 Millionen Besucher. Höchster Neueinsteiger war „Rango“ auf Position vier (185.000).