Kinofilm "Hop"

Talentierter Osterhase trifft auf David Hasselhoff

In "Hop – Osterhase oder Superstar?", einer kurzweiligen Mischung aus Real- und Trickfilm, will ein kleines Häschen berühmt werden.

Seit Jahrzehnten zerbrechen sich Forscher die Köpfe, um hinter das Geheimnis der Osterinseln zu kommen, und haben dabei das Naheliegendste übersehen. Die berühmten Moai-Steinfiguren sind selbstverständlich Zugänge ins Reich des Osterhasen, der in den darunter liegenden Kulthöhlen eine hypermoderne, an die Geschenkeproduktion des Weihnachtsmanns erinnernde Schokoladenfabrik betreibt.

Statt Elfen assistieren ihm flauschige Küken, pünktlich zu Ostern gehen die Lieferungen an die Kinder dieser Welt heraus.

Als die Zeit gekommen ist, das Amt an die nächste Generation weiterzugeben, muss Papa Osterhase allerdings feststellen, dass sein Sohn vor der Verantwortung Reißaus genommen hat. E.B. träumt davon, ein berühmter Schlagzeuger zu werden, und versucht sein Glück lieber in Hollywood.

Noch unerzählte Häschen-, Möhren- und Löffelwitze

Man sollte eigentlich meinen, dass seit Bugs Bunny sämtliche Häschen-, Möhren- und Löffelwitze abgegrast wurden, doch die Autoren von „Ich – Einfach unverbesserlich“ beweisen in „Hop – Osterhase oder Superstar“ eindrucksvoll das Gegenteil.

Sie klingeln nicht nur in Hugh Hefners Playboy-Mansion, der „Heimat der Häschen“, an, sondern schicken dem Ausreißer auch die Pink Berets, ein weder Hund noch Mensch fürchtendes Trio hoppelnder Kung-Fu-Kämpfer, hinterher.

Letzteres ist auch dringend nötig, denn während sich E.B. mit einem perplexen Homo Sapiens anfreundet, plant das Oberküken Carlos das Osterfest zu übernehmen und den Kindern fortan schmackhafte Regenwürmer zu servieren.

„Hop – Osterhase oder Superstar?“ ist eine äußerst kurzweilige Mischung aus Real- und Trickfilm, in der die reale Welt und deren Bewohner kaum weniger kurios erscheinen als der Kosmos des Osterhasen.

Zwar wirkt James Marsden rein äußerlich nicht ganz so Cartoon-tauglich wie Bob Hoskins, der menschliche Held aus „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“. Dafür hat David Hasselhoff einen denkwürdigen Auftritt als Fernseh-Talentspäher. Als ihm E.B. etwas vortrommelt, wundert er sich kein bisschen über den Hasen am Schlagzeug: „Ach, wisst ihr, mein bester Freund ist ein sprechendes Auto.“