Ausstellung

Bankier-Wagener-Sammlung in Alter Nationalgalerie

Die Alte Nationalgalerie in Berlin präsentiert ab Mittwoch (23. März) „Die Sammlung des Bankiers Wagener". Diese Kollektion war der Grundstock für die Gründung der Nationalgalerie.

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Der Berliner Bankier Joachim Heinrich Wagener hatte testamentarisch verfügt, dass seine 262 Gemälde „der neueren Kunst“ als Schenkung an den preußischen König gehen und damit die Hoffnung auf die Einrichtung einer „nationalen Galerie“ verknüpft, sagte am Dienstag Christina Weiss, Vorsitzende des Vereins der Freunde der Nationalgalerie, die die Austellung ermöglichte.

Ohne Wagener wäre die Nationalgalerie so nicht entstanden, sagte Direktor Udo Kittelmann. Die aktuelle Wagener-Ausstellung gebe in einzigartiger Breite wieder, was vor 150 Jahren als zeitgenössisch gegolten habe. Für die 140 Werke umfassende Schau seien Leihgaben nach Berlin zurück geholt worden. Neben herausragenden Meisterwerken wie Karl Friedrich Schinkels „Gotische Kirche auf einem Felsen am Meer“ oder Caspar David Friedrichs Tageszeitenpaar „Der einsame Baum“ und „Mondaufgang am Meer“ würden zudem zahlreiche Gemälde präsentiert, die seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen waren.

Nur wenige Wochen nach Annahme der Schenkung durch König Wihelm I. eröffnete den Angaben zufolge am 22. März 1861 die erste Ausstellung als „Wagenersche und National-Galerie“ im alten Gebäude der Akademie der Künste Unter den Linden. Erst 15 Jahre später wurde das von Friedrich August Stüler nach einer Skizze Friedrich Wilhelms IV. entworfene Gebäude der Nationalgalerie auf der Museumsinsel eingeweiht. Dort ist bis 8. Januar 2012 in der dritten Etage die Wagener-Schau zu sehen.