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Jetzt erobert Justin Bieber auch noch Hollywood

Mit sieben Millionen "Followern" gilt er als König von Twitter. Mit einem Konzertfilm stürmt Justin Bieber nun die US-Kinos.

Ein 16-jähriger Popstar und ein 44-jähriger Komödien-Profi Kopf an Kopf: Die neuen Filme von Justin Bieber und Adam Sandler sind am Wochenende in den nordamerikanischen Kinos praktisch gleich erfolgreich gestartet. Obwohl der Film des kanadischen Nachwuchstalents Bieber zu einem großen Teil einfach nur die Aufzeichnung eines Konzerts ist, zahlten die Kinogänger nach Angaben der „Entertainment Weekly“ dafür 30,3 Millionen Dollar (22,4 Millionen Euro). Trotz der Verstärkung durch Jennifer Aniston brachte es Sandler nur auf wenig mehr: 31 Millionen in den USA und Kanada.

Sandler spielt in der Komödie „Meine erfundene Frau“ einen erfolgreichen Arzt, der sich als unglücklich verheirateter Mann ausgibt, um sich so mit einer Mitleidstour Frauen zu angeln. Als es bei der jungen Palmer enger wird, muss sich Aniston als seine zukünftige Ex-Frau ausgeben. Die nicht ganz neue Geschichte bekam in der amerikanischen Presse geteilte Kritiken. Für Biebers Konzertfilm hatten die meisten ein Ergebnis von um die 20 Millionen Dollar erwartet. Tatsächlich liegt er nur knapp unter dem Startergebnis von Miley Cyrus (Hannah Montana), die vor drei Jahren mit 31,1 Millionen eine Rekordmarke gesetzt hatte.

Shakespeare im Kleinformat schaffte es mit 25,5 Millionen auf Platz drei: „Gnomeo und Julia“ ist, etwas frei nacherzählt, die Geschichte von Romeo und Julia – allerdings im Reich der Gartenzwerge. Der vierte Neustart an diesem Wochenende, der Sandalenfilm „Der Adler der neunten Legion“ („The Eagle“) kam auf enttäuschende 8,6 Millionen. Platz fünf ist der Platz eins der Vorwoche: Der von Kritikern zerrissene Krimi „Die Zimmergenossin“ spielte noch 8,4 Millionen Dollar ein, etwa die Hälfte des Ergebnisses vom Startwochenende.