90-Minuten-Aufführung

Oper meets Fussball – Chor soll Fanhymnen aufführen

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Der Indendant der Oper Dortmund, Jens-Daniel Herzog, plant eine 90minütige Choroper, in der auch Gesänge von Fußballfans auftauchen sollen.

Dortmunds künftiger Opernintendant Jens-Daniel Herzog will die Dortmunder Oper „wieder attraktiv und stark machen“. „Wir wollen in Dortmund wieder eine Kunst für alle machen“, sagte Herzog bei der Vorstellung des Spielplans für die kommende Saison 2011/12. Die Oper solle dabei mit den Zuschauern in einen „intensiven Kontakt“ kommen, sagte Herzog.

Das Haus hatte zuletzt mit zurückgehenden Besucherzahlen zu kämpfen. Der 46-jährige gebürtige Berliner war bis 2006 Schauspieldirektor in Mannheim. Er arbeitete seitdem als freischaffender Regisseur. Sein Amt in Dortmund tritt er offiziell zum Beginn der neuen Spielzeit Anfang Oktober an.

Wagner, Puccini, Mendelssohn – ein volles Programm

Er folgt auf Christine Mielitz, die das Haus Ende vergangenen Jahres vorzeitig verlassen hatte. Gleich zehn Stücke stehen auf Herzogs Programm. Neben Klassikern wie Wagners „Der fliegende Holländer“ Wagners oder Puccinis „La Bohème“ gibt es eine szenische Aufführung des Oratoriums „Elias“ von Felix Mendelssohn oder das Musical „Ganz oder gar nicht“ nach dem Oscar-prämierten Film „The Full Monty“.

Darin geht es um fünf Männer, die in einer Wirtschaftskrise als Stripper Geld verdienen wollen. „Bei uns wird es in Dortmund spielen“, versprach der künftige Opernchef. Auch am Fußball kommt der Opernmensch in der „fußballverrücktesten Stadt Deutschlands“ nicht vorbei. Geplant ist eine „Choroper“, die sich mit Fangesängen befasst.

Der Ball ist rund und die Oper dauert 90 Minuten

90 Minuten - die Dauer eines Fußballspiels – soll die Aufführung dauern. Mitmachen sollen „echte“ Fans, die dann einstimmig singen werden. Ein Profichor wird sie mehrstimmig begleiten. Herzog will für das Projekt mit den Fanbeauftragten von Borussia Dortmund zusammenarbeiten. Die Premiere ist für den 14. April 2012 geplant.

( dpa/ps )