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Billiger Krimi hängt Camerons 3D-Film in den USA ab

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"The Roommate" stiehlt dem Oscar-Preisträger die Schau. In Deutschland stürmt Til Schweigers "Kokowääh" an die Spitze.

Der von Kritikern verrissene Krimi „The Roommate – Die Zimmergenossin“ hat einen Unterwasserfilm von „Avatar“-Regisseur James Cameron in US-Kinos abgehängt. Der von Cameron produzierte und über Twitter heftig propagierte 3D-Film „Sanctum“ debütierte nach vorläufigen Hochrechnungen vom Montag in Nordamerika mit schwachen 9,2 Millionen Dollar (knapp 6,8 Millionen Euro). Die „Los Angeles Times“ spekulierte, dass Zuschauer den Spielfilm mit einer Unterwasser-Dokumentation verwechselt haben könnten und deshalb ferngeblieben seien. Von Cameron stammen die beiden weltweit erfolgreichsten Filme, „Avatar“ und „Titanic“.

Chartsieger wurde der Thriller „Die Zimmergenossin“, in dem die durch die US-Fernsehserie „Gossip Girl“ bekannte US-Schauspielerin Leighton Meester eine Studentin spielt. Der mit nur 16 Millionen Dollar gedrehte Film machte dank seines Einspielergebnisses von 15,6 Millionen Dollar schon am ersten Wochenende fast alle Ausgaben wett. Zuspruch bekam der Krimi vor allem von Jugendlichen: Gut 60 Prozent seiner Zuschauer waren unter 21 Jahren.

Der Spitzenreiter der vergangenen Woche, der Horrorthriller „Das Ritual“ mit Anthony Hopkins als Priester, der gegen Dämonen kämpft, fiel auf Platz sechs ab. Platz drei der Kinocharts in den USA und Kanada ging an die romantische Komödie „No Strings Attached“, Platz vier an den Oscar-Favoriten „The King’s Speech“. Zwei weitere Oscar-Hoffnungsträger, der neue Western der Coen-Brüder, „True Grit“, und der Thriller „Black Swan“ aus der Welt des Balletts, landeten auf Platz acht und zehn der Charts.

In Deutschland eroberte Til Schweigers neuer Film „Kokowääh“ mit großem Vorsprung Platz eins. Die Komödie mit Schweigers Tochter Emma in der Hauptrolle lockte 832.000 Zuschauer in die Kinosäle. Schweiger kratzte damit an seinem eigenen Rekord: „Kokowääh“ habe das beste Startwochenende eines deutschen Films seit „Zweiohrküken“ (2009) hingelegt, teilte Media Control in Baden-Baden mit.

Den zweiten Platz verteidigte mit 249.000 verkauften Karten der Tanzfilm „Black Swan“ mit Natalie Portman. Von Rang eins auf drei rutschte „Tron: Legacy“ mit Oscar-Preisträger Jeff Bridges ab (202.000 Zuschauer). Auf den Positionen vier und fünf folgen die Kinderbuch-Verfilmung „Vorstadtkrokodile 3“ (105.000 Zuschauer) und der Disney-Streifen „Rapunzel – neu verföhnt“ (102.000).

( dpa(bs )