Immobilie verkauft

Fotogalerie C/O muss Postfuhramt Ende März räumen

Für die renommierte Galerie C/O Berlin wird es eng. Ihre bisherige Bleibe, das Postfuhramt in Mitte, wurde verkauft und soll umgebaut werden. Noch sind Verhandlungen mit dem neuen Eigentümer nicht von Erfolg gekrönt.

Foto: mb / Klaus Franke

Die Fotogalerie C/O Berlin muss ihr Domizil im ehemaligen Postfuhramt nun möglicherweise doch bereits in wenigen Wochen verlassen. „Wir stehen jetzt an dem Punkt, wo wir von der Räumung zum 31. März 2011 bedroht sind“, sagte Mitgründer und Architekt Ingo Pott am Freitag in Berlin. Einen Notfallplan für einen neuen Standort habe das Ausstellungshaus derzeit nicht.

Die neuen Besitzer, eine israelische Investorengruppe, hatten die Immobilie erworben, um dort unter anderem ein Hotel und Wohnungen zu errichten. Um sein Kulturprogramm über den 31. März hinaus weiter anbieten zu können, hatte C/O Berlin mit dem neuen Eigentümer des Postfuhramts über die Möglichkeit einer Verlängerung der Zwischennutzung an diesem Standort diskutiert.

Noch am Montag habe sich eine Konsensvariante mit dem Investor abgezeichnet, sagte Pott. Demzufolge hätte während des laufenden Betriebs der Galerie gebaut werden und C/O Berlin bis Ende 2012 im Postfuhramt bleiben können. Am Donnerstag habe der Investor dann jedoch plötzlich weitere, für C/O Berlin nicht mehr akzeptierbare Bedingungen gehabt habe. „Wir fordern den Investor auf, dass er zum Konsens vom 17. Januar zurückkehrt“, sagte Pott.