O2 World

Usher entschuldigt sich bei Berliner Fans

15.000 Fans warteten am Mittwoch in der Berliner O2 World auf R'n'B-Star Usher - aber der war krank. Das Konzert wurde Minuten vor Ushers auftritt abgesagt - und wird jetzt nachgeholt.

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R&B-Musiker Usher (32) will nach seiner krankheitsbedingen Absage sein Berliner Konzert in der O2 World am heutigen Donnerstagabend nachholen. „Es tut mir wirklich sehr leid für meine Fans und ich entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten, die die Verschiebung des Konzerts mit sich bringt“, zitiert ihn seine Agentur. Alle Eintrittskarten bleiben demnach gültig. Die weiteren Shows seiner Deutschlandtournee am 15.1. in Oberhausen, 4.3. in München und 5.3. in Hamburg sollen wie geplant stattfinden.

Usher hatte hat am Mittwochabend sein Konzert in der Hauptstadt überraschend abgesagt. Das Management gab nach dem Vorprogramm bekannt, dass der Sänger sich nicht fit genug fühle für die Show. Doch das Publikum hatte bereits eine gewisse Ahnung, dass etwas nicht stimmte. Der neue britische Rap-Star Tinie Tempah kam später als angekündigt auf die Bühne, um die Menge für den ausverkauften Auftritt von Usher in der O2 World anzuheizen. Normalerweise gibt es bei Großveranstaltungen keinen Spielraum für derartige Fehler. Wenn die für Konzerte mit 17.000 Besuchern angegebene Kapazitätsgrenze der Friedrichshainer Mehrzweckhalle erreicht ist, hat alles penibel nach Plan abzulaufen.

Tinie Tempah machte seine Sache ordentlich, war aber erst 15 Minuten vor dem angekündigten Beginn des Usher-Auftritts fertig. Es folgte eine Pause, die länger und länger wurde. Vereinzelt waren Pfiffe zu hören. Dann kam ein Sprecher des Musikers auf die Bühne und verkündete die schlechte Nachricht. Das Konzert müsse ausfallen. Als Grund gab er an, dass Usher sich gesundheitlich nicht in der Lage fühle, einen Auftritt von zwei Stunden Länge in der gewohnten Höchstform durchzustehen. Die Halle sei am Donnerstag frei, wie man erfahren habe, deshalb vertröstet der Sprecher die vielen Besucher auf heute. Ein kluger Schachzug, denn so hält sich die Frustration in Grenzen. Es gab Buhrufe, es flogen auch einzelne Plastikbecher, aber insgesamt reagierten die Berliner zuschauer zivilisiert und marschieren ruhig ab.