O2 World

Usher lässt Berlin-Konzert platzen

15.000 Fans waren da - und warteten umsonst: Erst Minuten vor seinem Auftritt in der Berliner O2 World ließ R'n'B-Star Usher sein Konzert absagen. Es soll nachgeholt werden.

Foto: Sony Music/Anthony Mandler / Sony Music/Anthony Mandler/Sony Music

15.000 enttäuschte Fans in der ausverkauften O2 World in Berlin: Der R&B-Musiker Usher (32) hat am Mittwochabend sein Konzert in der Hauptstadt überraschend abgesagt. Das Management gab nach dem Vorprogramm bekannt, dass der Sänger sich nicht fit genug fühle für die Show.

Doch das Publikum hatte bereits eine gewisse Ahnung, dass etwas nicht stimmte. Der neue britische Rap-Star Tinie Tempah kam später als angekündigt auf die Bühne, um das Publikum für den ausverkauften Auftritt von Usher in der O2 World anzuheizen. Normalerweise gibt es bei Großveranstaltungen keinen Spielraum für derartige Fehler. Wenn die für Konzerte mit 17.000 Besuchern angegebene Kapazitätsgrenze der Friedrichshainer Mehrzweckhalle erreicht ist, hat alles penibel nach Plan abzulaufen.

Doch Tinie Tempah machte seine Sache ordentlich, war aber erst 15 Minuten vor dem angekündigten Beginn des Usher-Auftritts fertig. Es folgte eine Pause, die länger und länger wurde. Vereinzelt waren Pfiffe zu hören. Im Stehbereich zogen sich Frauen ihre hochhackigen Schuhe aus, weil sie so lange bewegungslos herumstehen mussten. Usher, der in Deutschland mit Hits wie „Yeah!“ und „DJ Got Us Fallin‘ In Love“ große Erfolge feiern konnte, hat viele weibliche Fans. Weiß er denn nicht, dass man diese nicht lange warten lässt?

Am Ende bewahrheiteten sich die Befürchtungen. Ein Sprecher des Musikers kam auf die Bühne und verkündete die schlechte Nachricht. Das Konzert müsse ausfallen. Als Grund gab er an, dass Usher sich gesundheitlich nicht in der Lage fühle, einen Auftritt von zwei Stunden Länge in der gewohnten Höchstform durchzustehen. Die Halle sei am Donnerstag frei, wie man erfahren habe, deshalb vertröstet der Sprecher die vielen Besucher auf heute.

Ein kluger Schachzug, denn so hält sich die Frustration in Grenzen. Es gibt Buhrufe, es fliegt auch mal ein Plastikbecher, aber insgesamt reagieren die Leute zivilisiert und marschieren ruhig ab. Ob der Star wie angedeutet am Donnerstag wirklich mit dem Europateil seiner aktuellen „OMG“-Tour beginnen kann, wird sich zeigen. Selbst die kleinste Erkältung verschwindet bekanntlich nicht von heute auf morgen.

Weitere Konzerte sind am 15. Januar in Oberhausen sowie am 4. März in München und am 5. März in Hamburg angekündigt.