Jahresbilanz

Staatsoper erreicht trotz Umzug Rekord-Auslastung

Das Publikum hat das neue Quartier Schiller-Theater in Charlottenburg hervorragend angenommen und beschert der Staatsoper erfreuliche Zahlen: Die Auslastung konnte um drei Punkte auf 90,6 Prozent gesteigert werden – ein Rekordwert.

Foto: Monika Rittershaus

Die Staatsoper in Berlin hat trotz ihres Umzugs von Mitte nach Charlottenburg 2010 eine Rekord-Auslastung von 90,6 Prozent erreicht. Zu den 287 Veranstaltungen kamen 189.545 Besucher, wie das Haus am Mittwoch mitteilte. Im Jahr zuvor lag die Auslastung den Angaben zufolge Jahr noch bei 87,4 Prozent. Sie erhöhte sich 2010 zum sechsten Mal in Folge.

Zusätzlich erlebten 37.000 Konzertbesucher 18 Gastspiele der Staatskapelle Berlin unter anderem in Paris, Madrid, London, Birmingham und Granada. Zum Abschied vom Haus Unter den Linden kamen am 5. und 6. Juni unter dem Motto „Staatsoper für alle“ weitere 50.000 Besucher auf den Bebelplatz.

Zu den erfreulichen Zahlen hat den Angaben zufolge auch der „gute Start“ der Staatsoper im Schiller-Theater seit der Eröffnung am 19. September beigetragen. Das Publikum habe das neue Quartier in Charlottenburg, das als Ausweichquartier während der Sanierung des Stammhauses Unter den Linden dient, hervorragend angenommen. Das gelte sowohl für das große Haus, die Werkstattbühne und das Gläserne Foyer als auch für die neuen Spielorte Bode-Museum und den Festsaal des Roten Rathauses.

Auch die Deutsche Oper in Berlin rechnet für 2010 mit Rekordeinnahmen. Schätzungen gingen kürzlich von Einnahmen in Höhe von 9,22 Millionen Euro aus. Die mehr als 240.000 Besucher entsprechen einer Auslastung von 81 Prozent.