Tag 6

Peter "002-Sterne" Bond blamiert sich wieder

Dieser Mann hat das Glücksrad weder neu erfunden noch gepachtet: Ungestüm und ungeschickt stürzte sich Peter Bond auch in seine zweite Dschungelprüfung und ließ seine Campkollegen dank magerer zwei Sterne weiter hungern. Jetzt muss wieder die hysterische, aber erfolgreiche Giulia ran.

Heidi Klum sucht Top Models, Sonja Zietlow und Dirk Bach den König des Dschungels. Zwei Sendungen, die erstaunliche Ähnlichkeit aufweisen: In beiden wird gedrillt, gezickt, es lauern böse Überraschungen – und jetzt wird auch noch gehungert.

Einen Löffel Reis gab’s für die Campinsassen zum Frühstück – zu wenig für ein beschwerliches Leben im australischen Dschungel. „Mein Gehirn funktioniert noch zu 30 Prozent“, klagt Lorielle und auch Mausi will schon „Gedankenaussetzer“ bei sich entdeckt haben.


Der Grund für diesen Mangel hat einen Namen: Bond, Peter Bond. Unerschrocken wie ungeschickt trat der Glücksrad-Veteran auch zu seiner zweiten Dschungelprüfung an und griff vergeblich nach den Sternen. Völlig verdreckt, von Spinnwegen und Kakerlaken überzogen kehrte er aus der Grotte zurück, statt den begehrten Essensmarken hatte er nur eine handvoll Schlamm mitnehmen können.


Kein Grund für Peter Bond, jetzt leisere, bescheidene Töne anzuschlagen: Schon vor der Prüfung hatte er schließlich getönt, sein Bekanntheitsgrad und „seine geile Leistung“ hätten ihn zum Zuschauerliebling gemacht. Und so kommt er auch ins Camp zurück: Mit stolz verdreckter Brust „Das war eine anstrengende, geile Nummer“, hatte er schon nach dem ersten Luftschnappen verkündet: „Ich bedanke mich ganz herzlich“ – „Was muss man dem eigentlich antun, damit der aufhört so zu reden?“ erkundigt sich Bach entsetzt.


Und wirklich: Was dieser Mann dringend braucht, ist ein Rhetorikkurs. Statt seine schmachvolle Niederlage einzugestehen, erzählt der ergraute Playboy im Camp von Indiana Jones und dessen Abenteuern, erst die Pointe bringt die Aufklärung: "Zwei Sterne, mehr war einfach nicht drin."

Entsetzte Gesichter bei seinen Mitbewohnern, mehr scheint bei der Kalorienzufuhr gar nicht mehr möglich zu sein. Selbst Schandmaul Giulia hat aufgehört zu zicken, jetzt wo ihr neben dem Nikotin auch noch die Kohlenhydrate rationiert wurden.

Ein Desaster für eine Show, die in der letzten Staffel noch mit skandalträchtigen Hitlergruß-Einlagen für Schlagzeilen sorgte. Was ist los mit den rampenlichtsüchtigen D-Promis? Warum liegen sie plötzlich alle ermattet im Schatten? Eingreifen ist angesagt.


So ersann man bei der Dschungelaufsicht eine List und griff zum Äußersten: Mausi und Giulia, die Oberzicken, sollten zusammen eine Nacht im Dunklen verbringen, eingesperrt mit Ratten und Spinnen. Da sollen sie erstmal sehen, mit wem sie sich lieber verbünden.

Allein, auch das half nicht. Mausi und Giulia übten sich in Eintracht, fast kuschelig hatten sie es in ihrer Dschungelhütte. Ja kann denn diese Urwäldler nichts mehr aus der Ruhe bringen?

Ein letzter Versuch ist wohl die anstehende Dschungelprüfung: Giulia darf wieder ran, Straußen-Eier klauen. Dass wird wohl erst die hysterische Blondine gut auf Trapp halten und – sollte sie so erfolgreich wie das letzte Mal sein – auch der Gruppe wieder ein bisschen Zucker einbringen. Wenn nicht, beginnen sie hoffentlich wenigstens bald damit, sich gegenseitig zu zerfleischen.

Die neuesten Abgründe, die sich im Dschungel-Camp auftun, kommentiert täglich an dieser Stelle unsere Autorin Maike Jansen. Auch wenn ihre Ekelschwelle zweifellos niedriger liegt als bei jedem der dort einquartierten C- und D-Promis, versicherte sie der Redaktion, sämtliche Madenattacken auf Ingrid van Bergen mit zu erleiden und selbst dann weiterzuschreiben, wenn Giulia Siegel Känguru-Hoden verzehren sollte. Auf sämtliche möglichen Ansprüche auf Schmerzensgeld sowie die Erstattung eventuell anfallender Folgekosten für eine psychologische Nachbehandlung verzichtete sie vorab schriftlich.

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