Neues aus Hollywood

Jessica Biel als Nymphomanin außer Kontrolle

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Aua: Die Schauspielerin Jessical Biel leidet in ihrem neuen Film an sexuellen Nöten. Jake Gyllenhaal hilft aus. Außerdem bald zu sehen: Julia Roberts und Clive Owen sind Spione, die sich lieben. Und Tennisspieler Roger Federer will unbedingt, dass Brad Pitt ihn im Film verkörpert.

Jake Gyllenhaal („Zodiac – Die Spur des Killers“, „Brokeback Mountain“) nutzt in der schlüpfrigen politischen Satire „Nailed“ die seltsame Krankheit von Jessica Biel („Chuck und Larry – Wie Feuer und Flamme“) schamlos aus. Biel spielt die unbeholfene Rezeptionistin Joyce aus einer Kleinstadt.

Ihr wird von einem ungeschickten Arbeiter aus Versehen ein Nagel in den Kopf geschossen. Seitdem leidet sie an unkontrollierbaren, wilden, sexuellen Nöten. Weil sie keine Krankenversicherung hat, will sie in Washington für das Recht kämpfen, ihre bizarre Verletzung behandeln zu lassen. Dort trifft sie auf einen unmoralischen Kongress- Abgeordneten (Gyllenhaal), der unter dem Vorwand Joyce helfen zu wollen, ihre sexuelle Not schamlos ausnutzt.


Nebenbei beginnt Joyce in Washington eine politische Karriere. Das Drehbuch stammt von Kristin Gore, der Tochter des früheren US-Vizepräsidenten Al Gore, und David O. Russell („I Heart Huckabees“), der auch die Regie führen wird, berichtet das Filmfachblatt „The Hollywood Reporter“. Die Dreharbeiten sollen im Januar beginnen.

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Federer wünscht sich Brad Pitt als Federer-Double

Für den weltbesten Tennisspieler Roger Federer gibt es nur einen, der ihn und seine einzigartige Karriere in einem Film darstellen könnte: Hollywood-Superstar Brad Pitt. „Brad Pitt hat in einigen knallharten Filmen mitgespielt und meiner sollte auch knallhart sein“, sagte der Schweizer zwei Tage vor Beginn des Masters-Cups in Schanghai und fügte hinzu: „Eine Komödie wäre auch nicht schlecht. Aber ich bin mehr ein Typ für harte Filme.“

Noch spielt der 26-Jährige Federer aber Tennis („Ich möchte definitiv bis 35 spielen.“), und beim Saisonfinale der acht weltbesten Profis des Jahres gilt der Titelverteidiger wieder als Favorit auf seinen insgesamt vierten Titel nach 2003, 2004 und 2006.

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Julia und Clive – zwei Spione, die sich lieben

Julia Roberts („Ocean’s Twelve“) und Clive Owen („Shoot Em Up“) treten in dem Drama „Duplicity“ erneut als langjährige Geliebte auf. Sie hatten zuvor schon in dem Film „Hautnah“ von Regisseur Mike Nichols ein Ehepaar gespielt, das mit Untreue klar kommen muss.

Für das Projekt von Regisseur und Drehbuchautor Tony Gilroy („Michael Clayton“) begeben sich Roberts und Owen als cleveres Ganoven-Paar gemeinsam in Gefahr, berichtet das Filmfachblatt „Variety“. Normalerweise konkurrieren sie als Spione für verschiedene Arbeitgeber. Um einen raffinierten Coup landen zu können, der mächtigen Unternehmen ein wertvolles Produkt entwenden soll, arbeiten sie jedoch erstmals eng zusammen.

Die Dreharbeiten beginnen im März. Es ist erst das zweite Regie-Projekt für Gilroy, der die Drehbücher für alle drei „Bourne“-Filme mit Matt Damon in der Hauptrolle geschrieben hat.

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Meryl Streep schwingt den Kochlöffel

Meryl Streep („Der Teufel trägt Prada“) schlüpft in der Komödie „Julie & Julia“ in die Rolle der amerikanischen Meisterköchin Julia Child. Amy Adams („The Wedding Date“) spielt eine frustrierte Aushilfssekretärin, die sich vorgenommen hat, ein Jahr lang alle 524 Rezepte in Childs Bestseller-Buch „Mastering the Art of French Cooking“ von 1961 nachzukochen. Die Abenteuer mit französischen Gourmet-Gerichten in ihrer winzigen Küche in Brooklyn beschreibt sie täglich in einem Online-Tagebuch, das ihr sehr viel Aufmerksamkeit verschafft.

Das Drehbuch für den Film stammt von Nora Ephron („Verliebt in eine Hexe“, „E-Mail für Dich“, „Schlaflos in Seattle“), die auch Regie führen wird. Die Filmstory basiert auf dem erfolgreichen Bestseller von Julie Powell „Julie & Julia: 365 Tage, 524 Rezepte und 1 winzige Küche“.

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Silvester Stallone ist ganz, ganz sauer

Silvester Stallone („Rocky Balboa“) soll im Thriller „Death Wish“ zum Rächer werden. Er will bei dem Remake des gleichnamigen Films von 1974 mit Charles Bronson (deutscher Titel: „Ein Mann sieht rot“) selbst die Regie führen und die Hauptrolle übernehmen, berichtet „Variety“.

Der Film handelt von einem ganz normalen Bürger, der nach einem Überfall auf seine Frau und seine Tochter Mitglied einer bewaffneten Selbstschutzgruppe wird und Selbstjustiz übt. Das Skript sollen Michael Ferris und John Brancat („Terminator 3“) schreiben. Die Dreharbeiten beginnen voraussichtlich im März.

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Billy Zane moppst Deutschlands Kronjuwelen

Billy Zane („Invincible“) macht sich in dem Thriller „The Hessen Affair“ im Zweiten Weltkrieg mit Deutschlands Kronjuwelen aus dem Staub. Das Drehbuch von Nicholas Meyer („Der menschliche Makel“) und Ronald Roose („Collateral“) basiert auf wahren Begebenheiten von 1945.

Zane spielt einen von zwei alliierten US-Soldaten, die inmitten der Kriegswirren einen riesigen Schatz mit Edelsteinen und Perlen entdecken. Sie schmuggeln die Juwelen nach New York, um sie dort zu Geld zu machen. In weiteren Rollen sind Lyne Renée, Michael Bowen und Noah Segan zu sehen. Der Belgier Paul Breuls gibt mit dem Film sein Regiedebüt.

( dpa/sid/ack )