Musik-Genie

Star-Gitarrist und Entwickler Les Paul gestorben

Auf seinen Instrumenten spielten die Beatles, Neil Young und Led Zeppelin: Die US-Gitarren-Legende Les Paul ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Paul, erfolgreicher Musiker und Pionier der E-Gitarre sowie moderner Aufnahmetechniken, erlag im Krankenhaus von White Plains den Folgen einer Lungenentzündung.

Foto: AP

Der amerikanische Gitarren-Virtuose Les Paul ist tot. Wie der US-Sender CNN am Donnerstag unter Berufung auf einen Sprecher des Musikers berichtete, starb Paul in White Plains (US-Staat New York) an einer Lungenentzündung. Er war 94 Jahre alt. Als Experte mit der elektrischen Gitarre und der Entwicklung moderner Aufnahmetechniken war er weltberühmt geworden. Eine E-Gitarre, die „Gibson Les Paul“ wurde nach dem Musiker benannt.

Paul wurde unter dem Namen Lester William Polfuss in dem ländlichen US-Staat Wisconsin geboren. Schon als Junge spielte er Banjo und Gitarre und war nach eigenen Angaben ein begeisterter Bastler, der Elektrogeräte zerlegte und wieder zusammenbaute.

In den 1930er und 1940er Jahren trat Paul mit zahlreichen Big Bands und Musikgrößen wie Bing Crosby, Nat King Cole und Frank Sinatra auf. Später landete er mit seiner damaligen Frau, der Sängerin Mary Ford, große Hits mit den Songs „How High the Moon“ und „Vaya Con Dios“. Bei einem Autounfall im Jahr 1948 wurde er schwer am Arm verletzt. Er gab dem Arzt die Anweisung, seinen Arm so zu richten, dass er weiter eine Gitarre halten könne.

In den 1950er Jahren brachte er die von ihm entworfene „Gibson Les Paul“-Elektrogitarre auf den Markt, die später von vielen Künstlern, darunter Eric Clapton und Pete Townshend, gespielt wurde. Der mehrfache Grammy-Gewinner erhielt im Laufe seiner langen Karriere viele Ehrungen.

1988 wurde er in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen. Bis ins hohe Alter trat der an Arthritis leidende Gitarrist noch in Clubs und bei Konzerten auf. „Wenn man dickköpfig ist, geht alles“, scherzte er einmal in einem Interview mit der „Washington Post“. „Ich spiele mit den Fingern, die mir noch geblieben sind“.