Ehrung

Franzosen zeichnen Rattle und Peymann aus

Berliner Kulturschaffende stehen derzeit hoch im Kurs in Frankreich. Der Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle, und der Intendant des BE, Claus Peymann, werden von der Grande Nation für ganz unterschiedliche Leistungen geehrt.

Der Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle, wird mit dem Orden eines Ritters der Ehrenlegion ausgezeichnet. Damit ehre Frankreich den 55-Jährigen für seine Verdienste um die Verbreitung des französischen Musikrepertoires und seine wegweisenden Impulse für die moderne Musik geehrt, teilte die französische Botschaft am Mittwoch in Berlin mit. Auch beim französischen Publikum habe sich Rattle einen Namen gemacht, so mit der Aufführung von Wagners „Nibelungen“-Zyklus über vier Jahre beim Festival d'Art Lyrique d'Aix-en-Provence. Der französische Botschafter in Deutschland, Bernard de Montferrand, überreicht die Auszeichnung am Montag in der französischen Botschaft am Pariser Platz.

Außerdem hat der französische Kritikerverband Claus Peymanns Inszenierung von Shakespeares „Richard II.“ zur besten fremdsprachigen Theateraufführung des Jahres gewählt. Der Regisseur werde am 21. Juni selbst nach Paris reisen, um den Preis entgegenzunehmen. Der Preis des französischen Kritikerverbands wird seit 1960 in verschiedenen Kategorien verliehen. Die Inszenierung mit Michael Maertens in der Titelrolle hatte im April in Paris gastiert und war von Publikum und Kritik gefeiert worden. Derzeit läuft die Inszenierung im Repertoire des Wiener Burgtheaters.