"Motherhood"

Thurman schreibt mit Rekord-Flop Kinogeschichte

Ganze zwölf Zuschauer wollten das Werk in England am Startwochenende im Kino sehen. "Motherhood", die neue Komödie mit Uma Thurman ("Kill Bill"), hat beste Chancen als einer der größten Flops in die Kinogeschichte einzugehen. Die Strategie des Filmverleihers war offensichtlich nach hinten losgegangen.

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Sie zählt zu Hollywoods erster Riege und gilt als Garant für volle Kinosäle. Mit Blockbustern wie „Pulp Fiction“ und „Kill Bill“ erlangte Uma Thurman Weltruhm. Eigentlich gute Voraussetzungen für einen Kassenerfolg.

Doch mit ihrem neuen Streifen „Motherhood“ erzielte sie jetzt eine der größten Publikumspleiten der Kinogeschichte. Wie die britische Tageszeitung „Guardian“ berichtet, spielte der Film am Premierenwochenende Anfang März gerade einmal 88 Pfund ein. Nur zwölf Zuschauer wollten „Motherhood“ sehen – ein spektakulärer Rekord-Flop.

Insgesamt soll die gefühlige Komödie um eine gestresste Mutter fünf Millionen US-Dollar gekostet haben. An der Seite von Thurman stehen weitere US-Stars wie Jodie Foster und Minnie Driver. Doch auch in den USA, wo der Film bereits im Oktober anlief, wurden lediglich magere 60.000 Dollar in die Kinokassen gespült.

Offensichtlicher Grund für das sensationell niedrige Ergebnis ist die gescheiterte Marketingstrategie des britischen Filmverleihs „Metrodome“: Um „Motherhood“ einen Hauch von Exklusivität zu verleihen, wurde der Film in nur einem Londoner Kino gezeigt. Auf diese Weise sollte sich der Film zu einer Art Geheimtipp entwickeln.

Doch der Massenauflauf am Roten Teppich blieb aus, auf den Kinorängen herrschte gähnende Leere. Selbst die Popcorn-Verkäufer im Apollo West End in der Nähe des Piccadilly Circus können sich nicht daran erinnern, dass der Film überhaupt gelaufen ist.

Produzentin Jana Edelbaum zeigte sich schockiert von der miserablen Zuschauerreaktion und macht den Verleih verantwortlich. „’Motherhood’ ist nicht schlecht. Es ist ein sehr ordentlicher Film. Ich habe Kinofilme gesehen, die nicht halb so gut waren.“ Britische Filmkritiker zeigten sich dagegen kritisch und zerrissen die Komödie.

Mittlerweile wurde „Motherhood“ aus dem Programm britischer Kinos genommen. Nun sollen DVD-Verkäufe wenigstens noch einige Erlöse erzielen.