Filmpreis

"Das Leben der Anderen" erhält den "César"

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Foto: nem / AFP

Ein deutscher Film ist bei der Verleihung des französischen Filmpreises als bester ausländischer Streifen geehrt worden. Zwei Tage vor der Oscar-Verleihung festigt die Schauspielerin Marion Cotillard ihre Favoritenposition mit einem César für ihre Rolle in "La Vie en Rose".

„Das Leben der Anderen“, oscar-gekröntes Erfolgswerk von Florian Henckel von Donnersmarck, wurde bei der Zeremonie im Theater am Châtelet ausgezeichnet. Als bester Animationsfilm wurde „Persepolis“ ausgewählt. Das Werk von Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud erzählt Kindheit und Jugend der Zeichnerin Satrapi im Iran der Islamischen Revolution. Zwei Tage vor der Oscar-Verleihung in Hollywood festigte die Schauspielerin Marion Cotillard ihre Favoritenposition: Sie erhielt für ihre Darstellung von Edith Piaf in „La Vie en Rose“ den César für die beste Schauspielerin.

Cotillard war für ihre Leistung in dem Erfolgstreifen „La Vie en Rose“ (La Môme) von Olivier Dahan allseits mit Lob überhäuft worden. Sie gilt auch für den Oscar der besten weiblichen Darstellung, der am Sonntagabend in Hollywood vergeben wird, als eine der Favoritinnen. Ebenfalls Oscar-verdächtig ist der Film „Schmetterling und Taucherglocke“ von Julian Schnabel. Für seine darin gelieferte Darstellung eines gelähmten Mannes, der lernt mit dem Augenlid zu kommunizieren, wurde Mathieu Amalric mit dem César für den besten Schauspieler ausgezeichnet. Bester französischer Film wurde „La Graine et le Mulet“ des Franko-Tunesiers Abdellatif Kechiche.


Cotillard zeigte sich nach der Ehrung gerührt. „Ich möchte Olivier Dahan danken“, sagte die 32-Jährige tränenüberströmt. „Du hast mein Leben geändert, mein Leben als Schauspielerin, mein Leben überhaupt, du hast die schönste Rolle der Welt geschrieben und mich gebeten, ein ganzes Leben darzustellen, deshalb hast du es verdient“, sagte die junge Frau. Cotillard, die bis zur Unkenntlichkeit in die Rolle der Piaf schlüpfte, wurde für ihre Darstellung bereits mit dem Golden Globe und dem britischen Filmpreis BAFTA ausgezeichnet.

Stimmung in die Verleihungszeremonie brachte der italienische Regisseur und Komiker Roberto Benigni, der von der französischen Schauspielerin Fanny Ardant einen Ehren-César verliehen bekam. „Vielen Dank an Frankreich, ich bin so voller Freude wie eine Wassermelone und nach dieser Rede bin ich so gerührt, ich habe Lust, dich zu küssen“, ratterte er in Richtung Ardant. Auch einen Seitenhieb auf die jüngste Hochzeit von Staatschef Nicolas Sarkozy mit der Italienerin Carla Bruni konnte Benigni sich nicht verkneifen: „Ihr habt alle schönen italienischen Frauen nach Frankreich geholt, ihr habt Carla Bruni, Monica Belluci und die Mona Lisa“, rief er den Zuschauern zu.

( AFP/dma )