Letztes Konzert in Berlin

ELO-Bassist Kelly Groucutt ist tot

Vor wenigen Tagen stand Kelly Groucutt noch mit seiner Band The Orchestra auf der Bühne des Admiralspalastes an der Friedrichstraße und wurde für die Hits, die er einst mit dem Electric Light Orchestra spielte, vom Berliner Publikum gefeiert. Es war der letzte Auftritt des Sängers und Bassisten.

Foto: POP-EYE/Bartilla

Mit dem Electric Light Orchestra (ELO) wurde er weltbekannt. Sein Auftritt im Admiralspalast an der Friedrichstraße am vergangenen Dienstag war der letzte des Sängers und Bassisten Kelly Groucutt. Am Donnerstag ist der Musiker überraschend nach einem Herzinfarkt in einem Krankenhaus im britischen Worcester gestorben. Er wurde 63 Jahre alt.

Auch beim Berliner Rundfunksender Spreeradio 105,5 war die Bestürzung groß. Der Sender hatte das Gastspiel im Rahmen seiner „Privatkonzert“-Reihe organisiert. Kelly Groucutt gehörte von 1974 bis 1983 zu Jeffe Lynnes Formation Electric Light Orchestra, wirkte unter anderem auf den Hit-Alben „Out Of The Blue“, „Discovery“ und „Time“ mit, trat vor allem live auch immer wieder als Sänger in Erscheinung. Nach einem Streit mit Jeffe Lynne verließ er die Band, gehörte später auch zur Nachfolge-Band ELO II.

Mit The Orchestra war er Ende vergangenen Jahres auf großer England-Tournee, im Mai diesen Jahres sollte die Konzertreise der einstigen ELO-Mitglieder weitergehen. „Ich konnte es nicht glauben, als ich die Nachricht bekam“, sagte sein ehemaliger Band-Kollege Mike Sheridan der BBC. „Er wirkte immer so total fit.“ Kelly Groucut hinterlässt seine zweite Frau Anne, vier Kinder und zwei Enkel.

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