Kultur-Wirtschaft

Kultur ist ein wirtschaftliches Schwergewicht

Die sogenannten Kreativberufe erwirtschaften 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukt. Besonders hohen Umsatz erzielen die Designwirtschaft und die darstellenden Künste. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Dagmar Wöhrl (CSU), am Dienstag vorstellte.

Die Kultur- und Kreativbranche wird nach Ansicht des Bundeswirtschaftsministeriums in ihrer Bedeutung für die Volkswirtschaft unterschätzt. Mit einer Million Erwerbstätigen und einem Umsatz von 132 Milliarden Euro zähle sie zu den wirtschaftlichen Schwergewichten, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Dagmar Wöhrl (CSU), am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung des Forschungsgutachtens "Kultur- und Kreativwirtschaft".

Nach Wöhrls Angaben liegt die Branche mit einem Anteil von 2,6 Prozent am Bruttoinlandsprodukt zwischen der chemischen Industrie und der Autoindustrie. Besonders hohe Umsätze verzeichnete der Studie zufolge die Designwirtschaft mit einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 8,4 Prozent zwischen 2003 und 2008. Gefolgt wird sie vom Markt für darstellende Künste (7,1 Prozent) und der Software- und Computerspieleindustrie (6,5 Prozent). Die Medien bilden mit stagnierenden oder zurückgehenden Umsätzen das Schlusslicht.