Golfgeflüster

Wenn Wannsee in Bayern liegt

Petra Götze über den Bayern-Golf-Cup, der am Wannsee stattfand - ohne Dirndlpflicht.

Petra Götze

Petra Götze

Foto: Sergej Glanze / Berliner Morgenpost

Bayerische Lebensart und Golf-Leidenschaft passen wunderbar zusammen - jedenfalls wenn man beides so überzeugend vertritt wie Dirk Germandi. Der Projektentwickler mit bayerischen Wurzeln und seine Frau Claudia luden Freunde und Geschäftspartner zum Bayern-Golf-Cup in ihren Heimat-Club Wannsee ein - „ohne Dirndl-Pflicht“, wie die Gastgeberin betonte. Nach dem Frühstück mit Weißwurst und Brezn ging es in Zweier-Teams auf die Runde - zum Schlagen und Rechnen. Der Gastgeber hatte sich eine Sonderwertung ausgedacht, die in seiner zweiten Golf-Heimat Südafrika gern gespielt wird: Nach jedem Loch müssen die Netto-Punkte pro Team entweder addiert, multipliziert oder nur das beste Ergebnis notiert werden – und das jeweils sechs Mal. Schöne Denksportaufgabe für Strategen. Es sei denn, man oder besser gesagt Frau ist so gut wie Mitra Petrasch und Doris Kayser. Beide spielten an Bahn drei ein Birdie, ergab multipliziert 16 Punkte.

Sieger des Turniers wurde ein eingespieltes Golf-Ehepaar: Ute und Burkhard Leder vom Seddiner See freuten sich über den ersten Preis: vier Übernachtungen plus Greenfee im Golf Resort in Pearl Valley, Südafrika.

Golf-Profi Stefan Gandl zockte an Bahn 17 für den guten Zweck. Er versuchte , den obersten oder untersten Ball aus einer Dreier-Ball-Packung auf das Grün zu schlagen. Wer dichter an der Fahne lag als er, gewann eine Flasche Wein. 6000 Euro kamen dank großzügiger Gäste zusammen und gehen an den Verein „Frohes Herz“ der bayerischen Volkssänger Marianne und Michael. Zünftige Musik gab es nach dem Spanferkel-Essen auf der Terrasse: Das Chiemgauer Trio Dis M rockte die Golfrunde mit Gitarre und Beats.