Golfgeflüster

Mit klassischer Musik in die neue Saison

In Gross Kienitz ist der Berliner Kultur und Medien Cup an den Start gegangen. Mit dabei: Unsere Kolumnistin Petra Götze.

Petra Götze  über Handicaps und Häppchen.

Petra Götze über Handicaps und Häppchen.

Foto: BM

Berlin. Mit Posaunenklängen der Jungen Philharmoniker ist in Gross Kienitz der Berliner Kultur und Medien Cup an den Start gegangen. Die neue Turnierserie ist die Fortsetzung des beliebten Lufthansa Medien Cups, der 18 Jahre lang in der Region ausgespielt wurde und im vergangenen Jahr mit dem Ruhestand des Lufthansa-Pressesprechers Wolfgang Weber zu Ende ging. Aber Ruhestand ist für einen Golfer nur die Chance, endlich das Handicap zu verbessern. Also hat sich Weber mit dem Werbefachmann Ulrich Rauhut zusammengetan und den Berliner Kultur und Medien Cup aufgelegt, der die Golfplätze in Brandenburg mit den Bühnen in Berlin verbinden will – denn zu gewinnen gibt es keine Pokale, sondern Eintrittskarten für Theater, Kabaretts und Konzerte.

Mit einer Mischung aus 18-Loch-Turnieren in Gross Kienitz und neun Loch Turnieren in Großbeeren zu einem moderaten Startgeld von 30 Euro soll die neue Turnierserie eine Plattform für Netzwerker aus Politik, Wirtschaft und Medien bieten. Denn nirgendwo lassen sich Mitstreiter für Pläne und Projekte besser begeistern, als auf dem Golfplatz, falls man nicht zu sehr mit dem eigenen Spiel beschäftigt ist.

Beim Auftaktturnier auf dem harten Robert-Baker-Platz in Gross Kienitz bei Blankenfelde-Mahlow fiel das Ergebnis sehr gemischt aus. Club-Präsident Max Fränkle büßte zahlreiche Bälle im Rough ein, schlug aber mit 224 Metern den Longest Drive. Sport-Journalist Stefan Frommann jubelte über „die beste Runde seit Jahren“. Er wurde Sieger in seiner Spielklasse und verbesserte sein Handicap von 18,6 auf 16,7. Ebenfalls siegreich war der Rechtsanwalt Jan Stübing mit 25 Brutto-Punkten bei einem Handicap von 8,4. Andere Teilnehmer wie Dieter Blümmel vom Grundeigentum-Verlag und der ehemalige MDR-Chefredakteur Wolfgang Kenntemich kämpften mit den unberechenbaren Grüns und dem Wind.

Zum Dinner im Clubhaus gab es nach der Runde frischen Spargel aus Diedersdorf von Küchenchef Marco Ballhause und dazu Musik von den Jungen Philharmonikern. Die Konzertprojekte der jungen Musiker werden mit den Spendenerlösen aus dem Berliner Kultur und Medien Cup unterstützt.