Arnos Woche

Untern Linden, untern Linden

Die Straße Unter den Linden soll nach den Plänen von Rot-Rot-Grün autofreie Zone werden. Keine gute Idee, findet Arno Müller.

Unter den Linden

Unter den Linden

Foto: Ricarda Spiegel

Wie realistisch ist es, und vor allem sinnvoll, dass die Straße Unter den Linden Fußgängerzone wird? Als Flanierzone taugt sie nun wirklich nicht. Ich liebe diese Straße als historische Stätte, aber wenn ich hier entlang spaziere, was erwartet mich denn? Ich kenne Unter den Linden nicht viele Cafés, die mich zum Ausruhen einladen oder Boutiquen, an deren Schaufenster ich ungestört von Autolärm vorbei bummeln möchte. Das finde ich eher um die Ecke auf der Friedrichstraße.

Die benachbarten Straßen könnten den Verkehr aufnehmen, heißt es. Sag mal, wer ist denn da an der Planung? Die umliegenden Straßen sind viel zu eng und teilweise verwinkelt, niemals schaffen die es, den Verkehr einer sechsspurigen Straße aufzufangen. Und größere, breitere wie die Torstraße, Invaliden- oder Hannoversche sind zu weit weg. Man sieht doch jetzt schon an den Baustellen, wie es steht, es ist ja kaum noch durchzukommen.

Das heißt aber nicht, dass wir uns da bereits umorientiert hätten, wohin denn auch, wie die Befürworter meinen. Wir warten nur länger. Ich frage mich, ob die Forderung, die Mitte der Stadt für den Autoverkehr lahmzulegen, ernst gemeint ist oder mehr Polemik? Und wollte dem noch entgegen halten, dass wir doch auch gut von „Ost nach West“ und umgekehrt kommen müssen. Das will ich, für uns und für die Touristen. Ich weiß, dass die Berliner ihre Kieze lieben, aber ich möchte auch schnell mal vom Sender am Kudamm zu dem neuen Italiener im Prenzlauer Berg fahren können.

Ja, ich hab auch mitbekommen, dass die Champs-Elyssee jeden ersten Sonntag des Monats autofrei ist und dass wir in London City Maut zahlen. Ob das das gewünschte Ergebnis bringt? Verkehrssoziologen sagen, dass der Verkehr in Zukunft ähnlich aussehen wird wie heute. Alles andere wäre wirklichkeitsfremd. Die Autos werden aber leiser und sauberer – und das ist doch mal der richtige Trend, den man unterstützen muss.

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