Blick ins Album

Die Einsamkeit des Schreibens

Foto: Privat

Elisabeth Herrmann ist heute eine erfolgreiche Krimiautorin und lebt ihre Berufung mit voller Leidenschaft.

Vielen gilt Elisabeth Herrmann als beste deutsche Krimiautorin. Man kennt sie als erfolgsver- wöhnte Schriftstellerin, deren vielfach ausgezeichnete Romane auf Bestseller-Listen abonniert zu sein scheinen. Der Durchbruch gelang ihr 2005 mit „Das Kindermädchen“, dem ersten Fall für den Berliner Anwalt Joachim Vernau. Bienenfleißig und mit großem Talent veröffentlicht sie seitdem in schöner Regelmäßigkeit Krimis. Ursprünglich als Journalistin tätig, war der Wechsel zum Schriftstellerberuf für sie alles andere als einfach. Die Einsamkeit des Schreibens ohne Kollegen hat ihr zu schaffen gemacht: „Ich habe lange gebraucht, mir ein Umfeld aufzubauen, von dem ich weiß, es ist da, wenn ich es brauche.“ Mittlerweile aber lebt Elisabeth Herrmann ihre Berufung zur Krimi- Autorin längst mit voller Leidenschaft. Nachdem nun auch ihre Tochter vergangenes Jahr ausgezogen ist, hieß es für sie endlich: raus aus der Besenkammer. Und sie konnte sich in der Schmargendorfer Wohnung endlich ein Arbeitszimmer einrichten. Was Elisabeth Herrmann allerdings nach wie vor verwundert, ist jedoch die Wahrnehmung ihres Berufes: „Dass Schreiben harte Arbeit ist, glauben die wenigsten. Ich habe das Gefühl, viele denken, Bücher fallen einem wie Ziegelsteine auf den Kopf.“