Demo findet nicht statt

Al-Quds-Marsch wieder abgesagt

Philipp Blanke
Demonstranten und Gegendemonstranten bei sogenannten Al-Quds-Marsch 2019 in Berlin (Archivbild).

Demonstranten und Gegendemonstranten bei sogenannten Al-Quds-Marsch 2019 in Berlin (Archivbild).

Foto: Omer Messinger / Getty Images

Innensenator Geisel hatte den Marsch mehrfach als „eine der widerlichsten antisemitischen Veranstaltungen“ bezeichnet.

Berlin. Für den 8. Mai hatten mehrere palästinensische Gruppen in Berlin die Al-Quds-Demonstration angemeldet. Die Veranstaltung gilt als israelfeindlich. Die Veranstaltung wurde nun zum wiederholten Mal abgesagt, wie der Tagesspiegel unter Berufung auf die Polizei berichtet. Ein Polizeisprecher bestätigte der Berliner Morgenpost, dass die Anmeldung für die Demonstration zurückgezogen wurde

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Marsch nach einer kurzfristigen Absage nicht stattgefunden. Die Berliner FDP wollte die Demo im Vorfeld verbieten lassen.

Der sogenannte Al-Quds-Tag war 1979 vom islamistischen iranischen Revolutionsführer Ayatollah Chomeini ausgerufen worden. In der arabischen Welt wird dem Staat Israel seitdem bei Massenaufmärschen jegliches Existenzrecht abgesprochen. In Berlin werden seit 1996 Demonstrationen zum Al-Quds-Tag abgehalten. Dabei waren Parolen wie „Kindermörder Israel“ oder „Israel vergasen“ zu hören.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte den Al-Quds-Marsch wiederholt als „eine der widerlichsten antisemitischen Veranstaltungen“ bezeichnet.