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Füchse Berlin — #machsbesser

Zusammenhalt macht stark

Spektakuläre Tore vor leeren Rängen: Sportlich hat sich nicht viel für die Füchse geändert, aber die Fans fehlen.

Spektakuläre Tore vor leeren Rängen: Sportlich hat sich nicht viel für die Füchse geändert, aber die Fans fehlen.

Foto: FOTO LAECHLER

Auf dem Spielfeld fokussiert, daneben achtsam – in der Krise zeigen die Füchse, worauf es jetzt ankommt

„Ladys und Gentlemen – hier ist unser Team, hier sind die Füüüüüüchse Berlin“, schallt es durch die Max-Schmeling-Halle. Die Handballspieler stürmen von Feuersalven begleitet aufs Feld. Alles wie immer – fast. Was fehlt, ist das jubelnde Publikum, das die Spieler bei ihren Heimspielen anfeuert. Konnten die Füchse im vergangenen Jahr laut Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin noch vor 1000 Zuschauern spielen, ist zurzeit das Spiel vor Publikum nicht möglich. „Wir hoffen, dass wir bald wieder vor unseren Fans spielen können“, sagt Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse, seit 15 Jahren der Mann an der Spitze des Bundesligisten. Erst dann wird im Fuchsbau wieder die explosive Stimmung herrschen, wie sie Fans und Spieler lieben.

2020 und auch das erste Quartal 2021 standen und stehen ganz im Zeichen von Corona. Auch die Füchse Berlin trifft die Krise. Dabei waren die Füchse mit großen Erwartungen in die Spielsaison gestartet. Mit verstärkter Mannschaft und Jaron Siewert, dem jüngsten Trainer der Liga, wurde ein neues Kapitel in der Ära der Füchse Berlin eingeleitet. Doch Corona bremste die frische Energie ein wenig aus. „Die Herausforderungen, die sich uns stellten, waren sehr vielschichtig“, sagt Bob Hanning. Zum einen die menschlichen Rahmenbedingungen, dies betreffe die Spieler, die Arbeit innerhalb der Geschäftsstelle, aber vor allem auch die Jugendlichen. Zum anderen drückte die wirtschaftliche Situation auf die Stimmung. „Das alles zusammenzuhalten, war und ist die eigentliche Herausforderung“, sagt Hanning. Unter Pandemiebedingungen fielen Spiele aus, fanden vor leeren Zuschauerrängen statt– aber auch der Trainingsalltag der Profihandballer ist anders. Sie trainieren zwar wie gewohnt in Füchsetown im Sportforum Berlin, aber unter Einhaltung sämtlicher Hygienebedingungen.

Die Füchse tun viel dafür, den Kontakt zu ihren Fans nicht abreißen zu lassen

Die Spieler werden zweimal die Woche getestet, sind angehalten, die privaten Kontakte so gering wie möglich zu halten. Im Kraftraum dürfen nur maximal zwölf Personen trainieren. Als die beiden Berliner im WM-Kader, Marian Michalczik und Paul Drux, im November nach einer Länderspielreise in Quarantäne mussten, fand für sie das Training mit der Mannschaft über Zoom statt. Oft trainieren die Füchse in Kleingruppen, damit bei positiven Testergebnissen nicht die gesamte Mannschaft in Quarantäne muss.

Ein besonderes Augenmerk hat Bob Hanning auf die Jungfüchse: „Wir kümmern uns sehr intensiv um unsere Jugendlichen“, sagt er. „Für Jugendliche ist es viel schwerer, mit der Situation umzugehen.“ Neben der Unterstützung im schulischen Bereich führen die Füchse auch Seminare durch und bieten psychologische Hilfe an.

Das letzte Jahr war verrückt für alle Spieler, egal ob jung oder alt. „Jeder von uns spielt gerne vor vielen Zuschauern in vollen Hallen. Und natürlich ist es emotional etwas anderes, wenn außer 20 Ordnern die Halle leer steht“, sagt Bob Hanning. Die Angst vor Ansteckung sei bei den Spielern jedoch begrenzt. „Da sich im Handball bisher alle Heilungsverläufe problemlos darstellten und außer etwas Schnupfen und Schüttelfrost nichts Schwerwiegendes hinzukam und auch alle anderen Untersuchungen bis hin zu einem MRT des Herzens im Diagnostikum keine Auffälligkeiten zeigten, gehen die Spieler damit relativ entspannt um.“ Da aber alle um die Unberechenbarkeit des Virus wüssten, seien sie sehr sorgsam.

Doch wie hält man die Profis bei Laune, bei Spielabsagen, Zoom-Trainings und dem Spiel vor leeren Hallen? „Wir zahlen ihnen regelmäßig ihre Gehälter und sorgen dafür, dass sich für ihr Umfeld, mit Ausnahme der Zuschauer, sportlich nichts ändert“, sagt Hanning. „Zudem sind wir voll im Soll und haben die Chance, unsere Ziele zu erreichen.“ Auch das motiviere. Wichtig sei auch, den Kontakt zu Fans und Sponsoren nicht abreißen zu lassen. Unter anderem riefen die Füchse den Podcast „Reviergeflüster“ ins Leben, um ihren Fans und Sponsoren in diesen schwierigen Zeiten mehr Informationen aus dem Fuchsbau liefern zu können. „Wir sind eine Familie und so halten wir auch zusammen“, sagt Hanning.

Wie wichtig den Füchsen der Kontakt zu ihren Fans ist, zeigt auch die Kampagne „#machsbesser“, in der sich die Füchse Berlin, die AOK Nordost, Biotronik Deutschland sowie der Pharmakonzern Servier bereits seit 2015, und seit 2019 auch die Vincera-Kliniken, gemeinsam engagieren. Ihr Ziel ist es, das Gesundheitsbewusstsein der Berliner Bevölkerung zu stärken. Dazu gibt es jährlich verschiedene thematische Aktionstage. „In diesem Jahr natürlich zum Thema Corona“, sagt Hanning. „Gerade jetzt ist es wichtig, auf die Gesundheit zu achten.“ Live-Events können im Rahmen der #machsbesser-Kampagne hoffentlich wieder im Frühjahr/Sommer stattfinden, dann ist als erster Aktionstag ein großer Spendenlauf geplant.

Bislang hat er das große Schiff mit den Füchsen an Bord gut durch die Krise gesteuert. Wie es weitergeht? „Da wir uns zurzeit noch auf hoher See befinden, lassen Sie uns erst mal den Hafen erreichen“, sagt er. „Da ich von tollen Menschen umgeben bin, freue ich mich auf die Gamberi alla busara und eine schöne Flasche Rotwein im Hafen.“ Und natürlich darauf, dass bald wieder ein feuriges „Ladys und Gentlemen – hier ist unser Team, hier sind die Füüüüüüchse Berlin“ durch die Max-Schmeling-Halle schallt.

INTERVIEW

Corona und Psyche – wie sich der Lockdown auf uns auswirkt

Corona hat uns mit in das neue Jahr begleitet und die Corona-Krise hat sich weiter zugespitzt. Die erneuten massiven Beschränkungen des öffentlichen Lebens stellen für uns alle auf unterschiedlichste Weise eine Herausforderung dar. Insbesondere aufgrund der sozialen Isolation schlägt die Pandemie auch auf unsere psychische Gesundheit.

In diesen Zeiten gilt es umso mehr, achtsam mit Freunden und Verwandten zu sein, aber auch mit sich selbst, und mögliche Anzeichen psychischer Probleme ernst zu nehmen. In diesem Interview spricht Dr. Konkol, Chefarzt der Vincera-Klinik Spreewald, über die Auswirkungen der Pandemie auf unsere psychische Gesundheit. Dr. Konkol hat langjährig als Facharzt, Oberarzt und Chefarzt Erfahrungen in der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik sammeln dürfen.

Dr. Konkol, die Corona-Krise hat uns von Beginn an vor ungewohnte Herausforderungen gestellt und sie bringt immer mehr Einschränkungen mit sich – was macht das mit unserer Psyche?

Zum einen berichten Patienten von Gefühlen der sozialen Isoliertheit, von familiären Konflikten, die vermehrt auftreten, auch bedingt durch das enge Zusammenleben über lange Zeit, im Sinne von einer dauerhaften familiären Konfliktsituation. Ein weiterer belastender Faktor für Familien scheint darüber hinaus zu sein, dass auch weiterhin Kinderhorte bzw. Kitas und Schulen geschlossen sind und sich vielerorts die Eltern im Homeoffice befinden. Homeoffice bringt auch ein Spannungsfeld aus sehr engem Zusammenleben und zugleich weiterhin fortbestehenden hohen Qualitätsanforderungen, in Bezug auf die Arbeit, mit sich. Daraus entstehen Ängste, es entstehen familiäre Konflikte, es entstehen dauerhaft bestehende Stresssituationen und Belastungssituationen, die neben den ohnehin eingeschränkten sozialen Kontakten in vielen Fällen die familiäre Verbundsituation gefährden können.

Würden Sie sagen, dass Corona das allgemeine Risiko für eine Depression oder einen Burnout steigert?

In jedem Falle würde ich sagen, dass die Belastung für einen Menschen deutlich erhöht ist. Es ist logisch, dass in dem Kontext ein Trend hin zu Belastungs- und Anpassungsstörungen, also reaktiv anmutenden depressiven Störungen, zu erkennen ist. Es gibt durchaus unterschiedliche Angaben dazu. Die niedergelassenen Kollegen berichten von vermehrt auftretenden Belastungs- und Anpassungsproblematiken, in den Ambulanzen gibt es auch vermehrte Klagen über genau dieses Problem. Auf der anderen Seite sehen wir in den Krankenhäusern, dass sich offensichtlich ein großer Teil der Personen mit Anpassungsstörungen nicht in stationäre Behandlung begibt. Die Patienten verbleiben ambulant, und dadurch können die Störungen nicht so ohne Weiteres beseitigt werden, da die Situation für die Auslösung der Störung ja fortbesteht.

Was können wir tun, um mental auf der Höhe zu bleiben und nicht in ein Loch zu fallen? Wie können wir uns schützen oder gegensteuern?

Grundsätzlich ist für jeden Einzelnen wichtig, auf seine Tagesstruktur zu achten. Jeder von uns befindet sich gerade in einer sehr entscheidenden Phase, in der es wichtig werden wird, die persönlichen und familiären Anforderungen mit den Anforderungen des Arbeitgebers bzw. der Tätigkeit im Homeoffice in Einklang zu bringen. Auch ist es besonders wichtig, dass familiäre Konflikte angesprochen werden und dass nach Möglichkeit jeder seinen Entfaltungsspielraum hat, trotz der beengten Situation im häuslichen Umfeld. Des Weiteren ist wichtig, dass bei fortbestehenden Belastungssituationen frühestmöglich professionelle Hilfe aufgesucht wird. Also es macht keinen Sinn, in der gleichen Situation zu verbleiben, die den Konflikt und die Belastung auslöst, sondern es ist durchaus indiziert, zumindest fachärztlich einschätzen zu lassen, ob es vielleicht Sinn machen würde, sich eine gewisse Zeit lang aus der Situation herauszunehmen und sich z. B. im Sinne einer stationären psychotherapeutischen Behandlung helfen zu lassen. Je früher ich an das Problem herangehe, um so kürzer wird der Aufenthalt und um so weniger invasiv wird die Therapie von den Patienten empfunden.

Auf welche Belastungssymptome sollte man ganz besonders achten?

Ein wichtiger Hinweis kann ein Gefühl der Energielosigkeit sein, einer inneren Leere, das Gefühl, Dinge, die man vorher ganz gut geschafft hat, gar nicht mehr zu schaffen, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Ängste, insbesondere auch soziale Ängste, Rückzug aus sozialen Kontakten und aus Konfliktsituationen … Also es ist durchaus bei einigen Patienten so, die sind so ausgebrannt, so leer, dass Konflikte auch gar nicht mehr adäquat angesprochen werden können im häuslichen Kontext. Und das führt zu dauerhaft bestehenden Problematiken. Die einzige Lösung ist dann wirklich, denjenigen auch z. B. durch eine stationäre Behandlung einmal aus dem Konfliktfeld herauszunehmen und dann nach entsprechender Erlernung von Strategien im Umgang mit solchen Konflikten wieder zurück in die Familien gehen zu lassen. Dann kann er wirklich, mit neuer Energie aufgetankt, den ganzen Anforderungen gerecht werden, nämlich den familiären, sonstigen sozialen sowie den Anforderungen seines Arbeitgebers.

Psychische Erkrankungen sind ja nicht nur für uns selbst belastend. Wie können Angehörige helfen, wenn sie merken, dass es jemandem aus der Familie nicht gut geht?

In jedem Falle ist immer dazu zu raten, dass man fachkundige Hilfe sucht. Diese Hilfe wird angeboten durch psychologische Psychotherapeuten, ärztliche Psychotherapeuten sowie Fachärzte der Psychiatrie und Psychotherapie. Als Ansprechpartner für niederschwellige Problematiken kann auch jederzeit der Allgemeinmediziner bzw. der hausärztlich tätige Internist herangezogen werden. Die Kollegen würden dann entsprechend überweisen, wenn sich die Notwendigkeit dazu ergibt.

Kompetente Hilfe

Je früher man sich fachärztliche Hilfe holt, desto kürzer ist die Intervention. Wenn wir also merken, dass wir psychisch überlastet sind, sollten wir sofort handeln. Man sollte sich daher nicht von der aktuellen Situation einschüchtern lassen. Stationäre Behandlungen können schnell Abhilfe verschaffen und sind auch während der Pandemie möglich und sinnvoll. Als Privatklinik für Psychosomatik und psychische Störungen sind wir für Sie da – gerade jetzt. Unser innovatives Behandlungskonzept hilft Ihnen individuell. Weiterführende Informationen finden Sie auf www.vincera-kliniken.de

Bleiben Sie gesund!

Punkte sammeln und mental fit bleiben während Corona

Kurze Bewegungseinheiten und achtsames Verhalten können den individuellen Umgang mit der Pandemie erheblich erleichtern

Wochen- oder gar monatelanges Arbeiten im Homeoffice und unter Umständen sogar noch das gleichzeitige Beschulen der Kinder in den eigenen vier Wänden – die momentane Zeit stellt uns alle vor immense Herausforderungen. Angesichts dieser ungewohnten Belastung bleibt der persönliche Trainingsplan oder auch die eigene mentale Gesundheit schnell einmal auf der Strecke. Umso wichtiger ist es, sich derzeit persönliche „Atempausen“ zu verschaffen, die zumindest kurzzeitig für ein bisschen Entspannung sorgen können.

Der Verzicht auf den Arbeitsplatz und der Umzug ins Homeoffice geht bei vielen Menschen mit einem ordentlichen Verlust an Komfort einher. Viele Berufstätige erledigen ihren Job derzeit quasi vom Küchen- oder Wohnzimmertisch aus, welche in den seltensten Fällen für ein mehrstündiges Arbeiten am Stück ausgelegt sind. Rücken- und Gelenkschmerzen können insbesondere bei sitzenden Tätigkeiten recht schnell auftreten, wenn dauerhaft eine falsche Haltung vorliegt. Umso wichtiger ist es, regelmäßig einmal aufzustehen, kurz durch die Wohnung zu gehen und im Idealfall sogar passende Bewegungs- oder Dehnungsübungen durchzuführen. Darüber freut sich nicht bloß Ihr Bewegungsapparat. Bei der Ausführung solcher Übungen kommen Sie gleichzeitig auf andere Gedanken und schaffen es vielleicht sogar, den Kreislauf der immer selben Gedankenschleifen zu durchbrechen und einige Minuten durchzupusten, bevor es zurück an den heimischen „Arbeitsplatz“ geht.

AOK Bonus-App belohnt Bewegungs- und Sporteinheiten

Eine tägliche kleine Auszeit an der frischen Luft, soweit es Ihr „Pandemie-Alltag“ zulässt, wären natürlich noch viel besser zum Krafttanken. Parks- und Outdoorsportanlagen laden zu individuellen Bewegungseinheiten ein, solange Fitnessstudios geschlossen sind und Sportkurse nicht stattfinden können. In der AOK Bonus-App können Sie dabei Punkte sammeln, durch die Ihnen tolle Prämien winken. 100 Punkte entsprechen dabei einem Euro. Diese sammeln Sie häufig quasi „nebenbei“. Schon für das Erreichen von 10.000 Schritten pro Tag erhalten Sie diese. Alternativ können Sie auch eine halbe Stunde Sport treiben, wenn Sie dabei mindestens 150 kcal verbrauchen. Ihre Aktivitäten zeichnen Sie bequem mit der Fitness-App oder dem Fitness-Armband auf. So sind Ihrem Bewegungsdrang kaum Grenzen gesetzt und Sie verschaffen sich und Ihrem Körper den dringend benötigten Ausgleich, nach dem wir uns derzeit alle so sehr sehnen.

Wer auch immer Sie erfolgreich motiviert, gemeinsam diese schwierige Phase mit viel Bewegung und guter Ernährung zu bewältigen, bleiben Sie gesund und wir sind für Sie da! Weiterführende Informationen finden Sie auf www.aok.de/nordost