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Das sind die Topläufer

Das Feld der Eliteläufer ist 2018 so gut besetzt wie noch nie. Am Start sind die schnellsten Marathonläufer der Welt: Die beiden Kenianer Eliud Kipchoge und Wilson Kipsang und der Halbmarathon-Weltrekordhalter Zersenay Tadese (Eritrea). Ob es ihnen gelingt, den 2014 in Berlin aufgestellten Weltrekord von 2:02:57 Stunden zu unterbieten, hängt in der Hauptsache vom Wetter am kommenden Sonntag ab.

Auch bei den Damen erleben wir ein äußerst starkes Elitefeld: Angeführt wird es von einer der besten Langstreckenläuferinnen aller Zeiten, der Äthiopierin Tirunesh Dibaba. Dazu kommen Edna Kiplagat und Gladys Cherono aus Kenia.

Eliud Kipchoge (33)
Der amtierende Olympiasieger gilt als der beste Marathonläufer aller Zeiten. Beim Berlin-Marathon hat er sich zum Ziel gesetzt, seine persönliche Bestzeit von 2:03:05 Std. (2016, London) zu unterbieten. Am 24. September 2017 konnte er zum zweiten Mal nach 2015 den Berlin-Marathon gewinnen – allerdings im Dauerregen, sodass ein neuer Rekord nicht machbar war. Am 22. April 2018 siegte er zum dritten Mal beim London-Marathon in 2:04:17 Std. und gewann damit gleichzeitig die „World Marathon Majors“-Serie 2017/18.

Wilson Kipsang (36)
Mit der am 29. September 2013 beim Berlin-Marathon gelaufenen Zeit von 2:03:23 Std. war er ein Jahr lang Welt­rekordhalter im Marathonlauf. 2014 gewann er die Marathonläufe in London und New York. 2016 verbesserte er beim Marathon in Berlin als Zweiter seine Bestzeit auf 2:03:13 Std. Letztes Jahr wurde er Zweiter beim New-York-City-Marathon in 2:10:56 Std.; dieses Jahr gewann er bereits den Tokushima-Marathon, nachdem er einen Monat zuvor beim Tokio-Marathon mit Magenproblemen aufgeben musste.

Zersenay Tades (36)
Der eritreische Langstreckenläufer hat noch keine wirkliche Marathon-Erfahrung. Seine Paradestrecken sind eher die halben Distanzen. Im Halbmarathon wurde er dreimal Weltmeister. Sein Weltrekord von 58:23 Min. (2010, Lissabon) wurde seitdem nicht mehr erreicht. Mit einer Größe von 1,60 Meter muss er ganz schön Gas geben, um Schritt zu halten. In London hat er es im zweiten Anlauf (beim ersten Mal 2009 hat er das Ziel nicht erreicht) immerhin in 2:12:03 Std. auf Platz 7 geschafft.

Tirunesh Dibaba (33)
Die äthiopische Langstreckenläuferin ist dreifache Olympiasiegerin und fünffache Weltmeisterin. In Berlin ist sie allerdings noch nie gestartet. Im April 2017 erzielte sie als Zweitplatzierte des London-Marathons in 2:17:56 Std. ihre Marathon-Bestzeit und ist damit drittschnellste Athletin aller Zeiten. Im Oktober gewann sie den Chicago-Marathon in 2:18:31 Std.

Edna Kiplagat (38)
Die Kenianerin ist zwar noch nie in Berlin gestartet, aber mit 17 Starts die erfahrenste Marathonläuferin bei den Starterinnen. Bei den Leichtathletikweltmeisterschaften 2013 in Moskau war sie die erste Frau, die einen WM-Titel im Marathon verteidigte. 2014 gewann sie den London-Marathon mit einer Zeit von 2:20:21 Std. Im April 2017 konnte sie mit einer Siegerzeit von 2:21:52 Std. den Boston-Marathon gewinnen.

Gladys Cherono (35)
Schon zweimal ist die Kenianerin in Berlin gestartet: 2015 gewann sie den Berlin-Marathon mit ihrer persönlichen Bestzeit in 2:19:25 Std.; 2017 war sie erneut in Berlin erfolgreich und erreichte nach 2:20:23 Std. als erste Frau das Ziel.

Deutsche Topstarter
Sie sind noch weitgehend unbekannt, zählen aber zur erweiterten nationalen Marathonspitze: Timo Göhler (Bestzeit 2:19:18 Std.) sowie Frank Schauer (2:16:30 Std.). Auch Anke Esser ist noch relativ unbekannt (2:43:14 Std.), kommt sie doch aus dem Freizeitbereich.

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